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Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) hat erwartungsgemäß vier Leichtathletinnen und Leichtathleten für die Weltmeisterschaften vom 27. September bis 6. Oktober in Doha nominiert. Neben den Siebenkämpferinnen Ivona Dadic (Union St. Pölten) und Verena Preiner (Union Ebensee), die sich nach großzügigem Crowdfunding…


Der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) hat erwartungsgemäß vier Leichtathletinnen und Leichtathleten für die Weltmeisterschaften vom 27. September bis 6. Oktober in Doha nominiert. Neben den Siebenkämpferinnen Ivona Dadic (Union St. Pölten) und Verena Preiner (Union Ebensee), die sich nach großzügigem Crowdfunding im türkischen Belek auf die WM vorbereitet, sind EM-Medaillengewinner Lukas Weißhaidinger (ÖTB OÖ LA) im Diskuswurf und Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik) am Start. Damit ist der ÖLV in der katarischen Hauptstadt von der aktuellen Creme de la Creme der heimischen Leichtathletik vertreten.
Last-Minute-Nominierungen sind keine zu erwarten, da es keine potentielle Nachrücker knapp unterhalb des WM-Limits gibt. Die drittstärkste Mehrkämpferin, Sarah Lagger (TGW Zehnkampf Union) hat zudem die Saison nach der Team-EM beendet – ihr Saison-Höhepunkt war die U23-EM in Gävle im Juli.

Erstmals seit 2003 haben mehr als sechs österreichische Leichtathleten das Limit für die Weltmeisterschaften unterboten, was vorwiegend an der aktuellen Stärke des Marathon-Teams liegt. Doch die Marathonläufer Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr), Peter Herzog (Union Salzburg LA) und Eva Wutti (SU Tri Styria) haben frühzeitig angekündigt, dass der WM-Marathon von Doha nicht in ihre Wettkampfplanung passt. Das Trio versucht bei schnellen Herbst-Marathons die schwierigen Qualifikationsvoraussetzungen für die Olympischen Spiele von Tokio zu erfüllen bzw. sich für eine Olympia-Qualifikation in eine bessere Position zu bringen. Pfeil und Herzog starten eine Woche vor dem WM-Marathon beim Berlin Marathon, Wutti bestreitet ihren Herbst-Marathon am 1. Dezember in Valencia. Beim WM-Marathon in Doha sind schnelle Zeiten aufgrund des äußeren Rahmens viel unwahrscheinlicher als bei den genannten City-Marathons.
Anders ist die Ausgangslage bei Ketema, der durch seinen Österreichischen Rekord von 2:10:44 Stunden das Olympia-Limit für Tokio bereits unterboten hat und wohl auch ungeachtet dieses beachtlichen Erfolgs beim diesjährigen Vienna City Marathon einen WM-Start in Doha nicht ausgeschlossen hätte. Der gebürtige Äthiopier hat bei den Europameisterschaften von Berlin 2018 mit Rang acht nachgewiesen, dass er a) ein guter Meisterschaftsläufer ist und b) mit sommerlichen Bedingungen gut zurecht kommt. Der WM-Marathon von Doha präsentiert dem 33-Jährigen ein weiteres Kuriosum: Der Startschuss erfolgt am 5. Oktober um eine Minute nach Mitternacht Ortszeit.
Österreichischer Leichtathletik-Verband