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Rio 2016: Offensiv gegen afrikanische Übermacht

Die Ostafrikanerinnen sind im 1.500m-Lauf das Maß aller Dinge und stecken auch bei den Olympischen Spielen von Rio in der Rolle der Favoritinnen auf Gold. Doch die junge Schottin Laura Muir hat sich zu einer gefährlichen Außenseiterin entwickelt. Und auch…

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Beim Diamond League Rennen in Oslo hatte Laura Muir gegen Faith Kipyegon noch das Nachsehen. © Diamond League / Athletics Images
Beim Diamond League Rennen in Oslo hatte Laura Muir gegen Faith Kipyegon noch das Nachsehen. © Diamond League / Athletics Images
Die Ostafrikanerinnen sind im 1.500m-Lauf das Maß aller Dinge und stecken auch bei den Olympischen Spielen von Rio in der Rolle der Favoritinnen auf Gold. Doch die junge Schottin Laura Muir hat sich zu einer gefährlichen Außenseiterin entwickelt. Und auch aus den USA kommen offensive Töne, die Ostafrikanerinnen in Rio zu überraschen.

Britische Lauf-Medaillen eine Seltenheit

Großbritannien ist eine der führenden Leichtathletik-Nationen Europas. Und Laufsport hat im Vereinigten Königreich eine lange Tradition und Helden kreiert. Olympia-Medaillen im Laufbereich bei den Damen sind aber eine absolute Seltenheit. Kelly Holmes brillierte mit einem fantastischen Doppel-Gold auf den Mittelstrecken bei den Spielen von Athen. Dazu kommt der Olympiasieg von Ann Packer 1964 (800m), eine Silbermedaille von Liz McColgan 1988 (10.000m) und eine Bronzemedaille von Holmes 2000 (800m). Mehr war da nicht. Nun hat Großbritannien allerdings wieder eine Medaillenkandidatin am Start: Laura Muir. Die schlanke Schottin hat sich in den letzten beiden Jahren zur Weltklasse-Athletin entwickelt. Der historische Sieg beim Diamond League Meeting in Oslo 2015, der fünfte Platz bei den Weltmeisterschaften in Peking und reihenweise starke Leistungen in diesem Jahr, als sie einen schottischen Rekord über die Meile lief und Athen-Olympiasiegerin Kelly Holmes den britischen Rekord über 1.500m abjagte. Kein Wunder, dass angesichts dieser Parameter Hoffnungen auf fantastische Olympische Spiele laut werden.

Alles minutiös geplant

„Das gesamte Wettkampfjahr ist auf Rio ausgelegt. Ich bin glücklich, dass ich solche Leistungen im Sommer abgeliefert habe. Das fügt mir extremes Selbstvertrauen zu“, sagt die 23-Jährige, die aber die Erwartungshaltung nicht spürt: „Ich fühle keinen Druck. Das einzige, was ich will, ist in Rio gut zu laufen. Ich lege mir sonst keine Erwartungshaltung auf, aber es wäre schön, wenn ich die riesigen Fußstapfen von Kelly Holmes noch ein bisschen mehr ausfüllen könnte.“
Wenn Laura Muir, die häufig in Font Romeu trainiert, wo auch Mo Farah den halben Sommer zu gegen ist, aus Rio mit Edelmetall zurückkehren sollte, dann ist dies ein Erfolg, dem ein genauer Plan zu Grunde liegt. Muir ist überhaupt eine akribische Planerin: Jeden Tag verfasst sie in der Früh einen exakten Tagesplan mit durchschnittlich acht bis zehn Einträgen. Ihr Vorbild ist die große Paula Radcliffe und sie trinkt weder Kaffee noch Tee, wie sie unlängst in einem Interview verriet. Individuelle Geschmacksvorliebe.

Dritte Spiele für Simpson

Zu Muirs Gegnerinnen in Rio gehört Jennifer Simpson aus den USA, bereits im Halbfinallauf in der Nacht auf Montag. Auch Simpson, eine ehemalige Hindernisläuferin, ist eine hellhäutige Athletin, die bei den Olympischen Spielen den afrikanischen Favoritinnen die Suppe versalzen möchte. Im Gegensatz zu Muir hat sie das bereits einmal geschafft: Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu, als sie überraschend den Titel gewann. Und zwei Jahre später in Moskau, als sie Silber nachlegte. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag soll nun bei ihren dritten Olympischen Spielen die erste Olympia-Medaille her und die US-Amerikanerin setzt auf ihre Erfahrung. Die optimistischen Töne mögen überraschen, wenn man auf ihre Saisonergebnisse blickt. Neben den Sieg bei den Trials stehen ein vierter und ein sechster Platz in der Diamond League zu Buche, ansonsten kaum Wettkämpfe. „Mein Ziel ist die Finalteilnahme. Und wenn ich im Finale bin, habe ich eine gute Chance wie jede andere Läuferin auch. Ich werde an der Startlinie stehen und alles dafür geben, als eine der ersten Drei die Ziellinie zu überqueren“, lautet die Devise.

Halbfinale mit Dibaba

Für eine Finalteilnahme müssen sowohl Simpson als auch Muir im zweiten von zwei Halbfinalläufen einen der besten fünf Positionen belegen oder einen der zwei Plätze über die Zeitregel einnehmen. Das ist wahrlich keine leichte Hürde, schließlich stehen mit Weltrekordhalterin und Gold-Favoritin Genzebe Dibaba, Europameisterin Angelika Cichocka und WM-Bronzemedaillengewinnerin Sifan Hassan starke Gegnerinnen im Halbfinalfeld. Andererseits ist es ein machbares Umfeld, um eine Generalprobe für das Finale zu absolvieren. Die Kenianerin Faith Kipyegon, die zweite große Favoritin, steht übrigens im ersten Halbfinalfeld genauso wie die beiden weiteren US-Amerikanerinnen Brenda Martinez und Shannon Rowbury sowie die im Vorlauf sehr starke Äthiopierin Dawit Seyaum.
Im Halbfinale über 1.500m der Damen befinden sich auch zwei deutsche Läuferinnen: Die erst 19-jährige Konstanze Klosterhalfen im ersten und Djana Sujew im zweiten. Ein wahrscheinliches Halbfinal-Aus der beiden wird eine erfreuliche Zwischenbilanz des DLV in dieser Disziplin kaum trüben können.
Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro

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