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Olympia-Neunter Favorit beim Rom Marathon

Mit dem Rom Marathon nimmt der Hauptteil des europäischen Marathon-Frühlings am kommenden Sonntag Fahrt auf. In den nächsten fünf Wochen gehen zahlreiche Marathon-Höhepunkte über die Bühne. In der italienischen Hauptstadt überzeugt das Teilnehmerfeld: Es könnte fünfstellig werden.
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Der Rom Marathon ist, auch aufgrund seiner schwierigen Strecke mit viel Kopfsteinpflaster, nicht unbedingt bekannt für herausragende Starterfelder. Doch das heurige Elitefeld bei den Männern kann sich sehen lassen. Angeführt wird es vom Marokkaner Othmane El Goumri, der als klarer Favorit ins Rennen geht. Der 29-Jährige hat im vergangenen Jahr 2021 drei starke Marathon-Ergebnisse erzielt: In Siena und in Barcelona lief er jeweils eine Zeit von 2:06 Stunden und aufs Stockerl, seinen besten Marathon des Jahres absolvierte er jedoch in Sapporo, wo er Olympia-Neunter wurde.

Die stärksten Äthiopier im Rennen sind Fikre Bekele, 2019 überraschender Sieger des Frankfurt Marathon, Abraham Girma, der 2015 Dritter beim Linz Marathon war und 2013 zuletzt unter 2:10 Stunden gelaufen ist, sowie Birhanu Bekele, starker Dritter beim Sevilla Marathon 2019, mittlerweile aber bereits 40 Jahre alt. Der einzige Kenianer mit einer Bestleistung unter 2:07 Stunden ist Ernest Ngeno, Dritter beim Paris Marathon 2018. Das von den Bestleistungen eng beieinander liegende und daher potenziell harmonierende Feld enthält drei weitere Läufer mit Bestleistungen unter 2:08 Stunden und gleich fünf Debütanten aus Ostafrika.

„Veni, Run, Vici“

Weniger spektakulär ist das Elitefeld der Frauen, das von der Äthiopierin Zinash Mekonnen angeführt wird. Die 25-Jährige ist 2019 in Valencia unter 2:25 Stunden gelaufen, ein Dreiviertel Jahr davor war sie beim Seoul Marathon Vierte, 2018 beim Amsterdam Marathon Siebte. Ihre Kontrahentinnen sind ihre Landsfrauen Yeshimebet Tadesse, Selamawit Getnet und die Kenianerin Tecla Kirongo.

Die Top-Elite Italiens ist nicht beim Rom Marathon am Start. Aus dem Feld heraus sticht Mohamed Hajjy, der im vergangenen Jahr den Verona Marathon gewinnen konnte. Um ein Zeichen für den Frieden in der Ukraine zu setzen, hat der Veranstalter die Startnummern der Eliteläufer in den ukrainischen Nationalfarben gestaltet. Ob angesichts der Ereignisse in Osteuropa das davor auserkorene Veranstaltungsmotto „Veni, Run, Vici“ in Anlehnung an den berühmten Satz des Römischen Kaisers Gaius Julius Cäsar noch passend ist, sei dahingestellt.

Marathonstrecke zum Genießen

Mit einer Teilnehmerzahl von angemeldeten 11.000 Marathonläuferinnen und -läufern nähert sich der Rom Marathon seiner Größe vor der Pandemie. Für die Durchführung gelten laut der bis Monatsende gültigen italienischen Verordnung recht strenge COVID-19-Maßnahmen für die am Event Beteiligten, darunter der Grüne Pass (äquivalent zur so genannten „3G“-Regelung) als Zugangskriterium zur Veranstaltung und FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen wie der Messe. Über ein Fünftel des Teilnehmerfeldes ist weiblich, etwas mehr als die Hälfte stammt aus Italien, insgesamt 102 Nationen sind vertreten. Wie der Veranstalter verkündet, werden von den 49 angemeldeten Ukrainern nur sehr wenige die Startlinie in der „Ewigen Stadt“ erreichen, ein Großteil könne entweder nicht ausreisen, befinde sich unter schwierigen Bedingungen auf der Flucht oder sei gar in die kriegerischen Handlungen involviert.

Der Rom Marathon wird im italienischen Fernsehen live übertragen, die TV-Rechte konnten in 20 Länder verkauft werden. Die einzigartige Strecke führt vom Startschuss in der geschichtsträchtigen Via dei Fori Imperiali ausgehend an zahlreichen der weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Petersdom, das Castel Sant’Angelo oder der Zirkus Maximus vorbei. Bürgermeister Roberto Gualtieri ist sich sicher, dass keine andere Stadt weltweit eine derartig wunderschöne Marathonstrecke zu bieten hat.

ACEA Run Rome The Marathon

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