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Nicht einmal der Wind, der vom Persischen Golf hereinbließ, konnte Tamirat Tola noch stoppen. Der 34-jährige Äthiopier markierte am vergangenen Freitag beim Ooredoo Doha Marathon in einer Zeit von 2:05:40 Stunden einen neuen Streckenrekord. Gleich um 69 Sekunden war der Olympiasieger schneller als der Marokkaner Mouhcine Outalha vor zwei Jahren.
Der Star der Veranstaltung hat geliefert: Tamirat Tola ist der mit Abstand prominenteste Läufer, der es je in die Siegerlisten des Ooredoo Doha Marathon geschafft hat. Mit seiner zehntschnellsten Karrierezeit von 2:05:40 Stunden feierte der Olympiasieger und Weltmeister bereits seinen zweiten Sieg im Nahen Osten. 2017 hat er den Dubai Marathon gewonnen.
In einem spannenden Wettkampf ließ Tola seine Landsleute Asefa Boki (2:05:55) und Boki Diriba (2:06:26) hinter sich. Der 28-jährige Boki hat 2024 den Xiamen Marathon gewonnen und ist zehn Monate später beim Amsterdam Marathon eine persönliche Bestzeit von 2:05:40 Stunden gelaufen – identisch mit der Doha-Siegerzeit. Der 21-jährige Diriba, 2023 Medaillengewinner bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in der Altersklasse U20, freute sich über einen neuen „Hausrekord“.
Auch das Frauenrennen in der WM-Gastgeberstadt von 2019, als aus klimatischen Gründen turbulente Mitternachtsmarathons ausgetragen wurden, produzierte eine flotte Siegerzeit. Tigist Gezahagn verfehlte zwar den Streckenrekord knapp, die 25-Jährige verbesserte jedoch ihre persönliche Bestzeit um eineinhalb Stunden auf eine Leistung von 2:21:14 Stunden.
Gezahagn hat bei den Paralympischen Spielen in Paris 2024 Geschichte für ihr Heimatland geschrieben. In der Klasse T13 holte sie im 1.500m-Lauf die Goldmedaille und sorgte damit für eine äthiopische Premiere. Ihre leichte Sehbehinderung hindert sie jedoch nicht an internationalen Marathonläufen teilzunehmen. Dabei orientiert sie sich an Farbunterschieden und Kontrasten, die sie erkennen kann – zum Beispiel bei der Streckenmarkierung oder durch andere Läuferinnen und Läufer. Ihren bisher schnellsten Marathon hatte sie vor drei Monaten als Siegerin beim Ljubljana Marathon absolviert.
Gezahagn führte einen äthiopischen Dreifachsieg mit Tigist Girma (2:22:33) und Muluhabt Tsega (2:23:21) an. Neun Läuferinnen blieben unter 2:30 Stunden, europäische Topläuferinnen waren wie bei den Männern keine am Start.
🇮🇳 Der zweite große Marathon des vergangenen Wochenendes ging am Sonntag in Mumbai über die Bühne. Im Männerrennen durch die indische Metropole musste sich der ehemalige Sieger des Vienna City Marathon, Leonard Langt aus Kenia, in einer Zeit von 2:10:10 Stunden dem äthiopischen Favoriten Tadu Abate um 15 Sekunden geschlagen geben. Merhawi Weldemaryam aus Eriktrea komplettierte das Stockerl. Der Olympia-Medaillengewinner von Tokio im 3.000m-Hindernislauf, Benjamin Kigen aus Kenia, finishte seinen zweiten Marathon auf Platz sechs. Einige prominente Namen, die auf der Eliteliste standen, waren nicht dabei, andere wie Ex-Weltmeister Victor Kiplangat gaben auf.
Bei den Frauen lagen neun Äthiopierinnen vorne, angeführt von der klaren Siegerin Yeshi Chekole in einer Zeit von 2:25:13 Stunden. Die 28-Jährige gewann erstmals einen internationalen Marathon. Für die beiden Sieger gab es bei der 21. Auflage des TATA Mumbai Marathon ein Preisgeld in Höhe von 50.000 US-Dollar (das entspricht rund 43.000 Euro).
Autor: RunUp.eu
Bild: © Pexels / Ramaz Bluashvili