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Neben Rückkehrer Oqbe Kibrom, der einzige Läufer im Feld mit einer persönlichen Bestleistung unter 2:06 Stunden, will auch Albert Kangogo seinen Wiener Erfahrungsvorteil am 19. April in die Waagschale werfen. Einen eritreischen Sieg bei den Männern gab es in 42 Jahren VCM noch nie.
Dort, wo schon so oft die Entscheidung im Kampf um den Sieg beim Vienna City Marathon gefallen ist, griff auch Oqbe Kibrom an. Kilometer 30 im Prater, kurz vor High Noon beim Vienna City Marathon 2022. Der Eritreer wähnte sich bereits auf dem Weg zum Sieg, es wäre sein erster und bis heute einziger in einem internationalen Marathon gewesen. Doch der Kenianer Cosmas Muteti hatte seinerzeit etwas dagegen und wendete das Blatt noch. Kibrom wurde in 2:07:25 Stunden wie wenige Monate davor beim Florenz Marathon Dritter.
Seither hat sich viel getan im Marathonleben des 28-jährigen Eritreers. Der Olympia-Teilnehmer von Sapporo hat in der Zwischenzeit gleich drei WM-Marathons in den Beinen: 16. 2022 in Eugene, ein vorzeitiges Ende 2023 in Budapest und Platz 27 in Tokio 2025.
Er hat deutlich an Erfahrung gewonnen, der VCM am 19. April wird sein 15. internationaler Marathon. Wenig verändert hat sich dagegen bei der persönlichen Bestleistung. Seine damalige vom Valencia Marathon 2020 (2:05:53) hat er zweimal knapp unterboten: um zwei Sekunden beim Barcelona Marathon 2023 und auf 2:05:37 Stunden beim Berlin Marathon 2024. Nie wieder stand er jedoch auf einem Marathon-Stockerl.
Kibrom läuft auf einem konstanten Niveau: Seine vier besten Marathons liegen binnen weniger als einer halben Minute, sieben Mal ist er schon unter 2:08 gelaufen. Diese Statistik macht ihn zum Favoriten auf den Sieg in Wien, er führt auch die Meldeliste an.
Die Konkurrenz kommt aus anderen ostafrikanischen Ländern. Tafese Delegen aus Äthiopien kann auf einen persönlichen Bestwert von 2:06:11 Stunden verweisen. Das ist das herausragende Ereignis in der Marathon-Karriere des 36-Jährigen, gelungen beim Sevilla Marathon 2024 als Fünfter. Der 38-jährige Albert Kangogo wartet in seiner langen Karriere wie Kibrom noch auf einen Erfolg. Beim Wien Marathon 2024 erreichte er Platz drei, im vergangenen Jahr startete er beim Linz Marathon und wurde Sechster. Sein bisher schnellster Marathon ist der jüngste: Im Dezember steigerte er sich als Zweiter des Mersin Marathon auf eine Zeit von 2:07:26 Stunden. Sein Landsmann Stanley Kurgat geht in seinen dritten Marathon, den ersten seit eineinhalb Jahren.
Heimisches Aushängeschild des Vienna City Marathon 2026 ist Aaron Gruen. Er stellt sich der Herausforderung, sich im Elitefeld mit der ostafrikanischen Spitze zu behaupten: „Diese Läufer haben Spitzenleistungen erbracht, die deutlich über meiner eigenen Bestzeit liegen. Das Rennen verspricht daher ein sehr hohes sportliches Niveau. Ich werde mein Bestes geben und freue mich schon sehr auf Wien und das Rennen“, wird der 27-Jährige in einer Aussendung des VCM zitiert.
Autor: Thomas Kofler
Bild: © VCM / Herbert Neubauer