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Peter Herzog: „Ich war nervös wie selten zuvor“

Peter Herzog hat sich seinen ersten Österreichischen Meistertitel im 10km-Lauf gesichert. RunUp hat mit ihm gesprochen.
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Peter Herzog (Union Salzburg LA) hat sich am vergangenen Sonntag beim Heimspiel in der Mozartstadt seinen ersten Österreichischen Meistertitel im 10km-Lauf gesichert. Nach vielen Monaten der Rückschläge fließt dank der letzten Wettkämpfe langsam wieder Motivation und Selbstvertrauen in seine Gedanken und lässt diese langsam von den negativen Erfahrungen der letzten Zeit reinigen. Das RunUp hat mit dem Pinzgauer nach dem Zieleinlauf im Volksgarten gesprochen.

RunUp: Herzliche Gratulation zum Titel, Peter! Mit einer Zeit von 29:29 Minuten – ist dir ein Rennen gelungen, wie du es dir vorher vorgestellt hast?

„Natürlich sollte ich auf einem anderen Leistungsniveau sein, aber ich bin voll zufrieden. Dieser Sieg heute gibt mir viel Selbstvertrauen. In der Phase, in der ich mich befinde, ist mir bewusst: An einem schlechten Tag wäre ich vielleicht Fünfter geworden. Daher war ich ziemlich nervös und ungeduldig und habe schon früh im Rennen Druck gemacht. Das Rezept ist aufgegangen, aber der letzte Kilometer war mental ziemlich hart.“

Es waren Österreichische Meisterschaften auf hohem Niveau mit vier Leistungen unter 30 Minuten, dazu gleich vier Pingzauer unter den Top-Sechs.

„Ja, die Laufdichte in Salzburg ist beeindruckend, speziell bei uns im Pinzgau. Daher war ich auch so nervös wie selten zuvor. Für mich ging es heute um den Platzhirschen, besonders hier in Salzburg. Da geht es um alles! Dieser Aspekt war für mich viel spannender als letzte Woche, als ich die Halbmarathon-WM gelaufen bin. Man darf das nicht unterschätzen: Einen 10km-Lauf unter 30 Minuten zu laufen, das sind schon gute Leistungen. Ganz generell freut mich dieser Titel um so mehr, weil an diesen Meisterschaften auch so starke, junge und aufstrebende Läufer teilgenommen haben. Timo (Hinterndorfer) hat heute eine Medaille gewonnen. Wenn wir noch Kevin (Kamenschak) und Sebastian (Frey) dazu zählen, ist da enormes Potenzial im heimischen Laufsport. Ich bin froh, dass ich noch Teil dieser österreichischen Spitze sein kann und möchte unbedingt etwas zurückgeben, wenn dies einmal nicht mehr der Fall sein wird.“

Es wirkt, als ob du wieder Schwung aufnimmst. Welche spannenden Ziele eröffnen sich?

„Ich bin heute schmerzfrei gelaufen. Das ist für mich momentan extrem wertvoll. Die letzten Monate haben mir mental enorm viel Energie gekostet und daher ist es für mich das wichtigste, über eine längere Zeit schmerzfrei ins Laufen zu kommen. Seit letzter Woche ist der Marathon wieder in meinem Kopf. Ich habe einen Startplatz beim Valencia Marathon. Aber die ernüchternden Erlebnisse in den letzten Jahren haben mich gelehrt, keine Prognosen abzugeben.“ 

Autor: Thomas Kofler 
Bild: Theresa Marka

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