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Dieses Mal stand für Peter Herzog nicht der absolute Leistungsgedanke im Vordergrund, nicht die Jagd um jede Sekunde. Der Salzburger genoss einen Ausflug mit Freunden zum Gardasee und lief als Sechster des Halbmarathons ins Ziel.
Flotte Laufschritte, gepaart mit dem Genuss der herrlichen Kulisse und mentaler Leichtigkeit – Peter Herzog (Union Salzburg LA) spricht in lobenden Worten über den Event an einem seiner Lieblingsorte – den Garda Trentino Halbmarathon am vergangenen Wochenende mit Start und Ziel in der Altstadt von Riva del Garda. Er tut das ausnahmsweise nicht aus dem Blickwinkel eines Spitzensportlers, sondern aus jenem mit einer etwas differenzierten, weil angepassten Herangehensweise.
Eine Teilnahme an einer Laufveranstaltung als Krönung einer Reise oder eines Kurztrips – was Peter Herzog über sein letztes Wochenende schildert, ist nichts, was du als Laufbegeisterter nicht bestens nachvollziehen könntest. Eine köstliche Pasta, gemütliches Flanieren am Seeufer und eine sportliche Klettertour im nahen Klettermekka Arco gehörten dieses Mal für den Pinzgauer ebenfalls zum Programm wie der Halbmarathon, wie er im Gespräch mit RunUp.eu schildert.
Den Halbmarathon, gewonnen vom Kenianer Jacob Kosgei in einer Zeit von 1:03:51 Stunden, beendete er in einer Zeit von 1:06:03 Stunden auf Platz sechs. Das entspricht einem Kilometerschnitt von 3:08 Minuten, keine ganz schlechte Leistung unter den Voraussetzungen – auch deshalb, weil er nach dem Berlin Marathon sein Training entschieden zurückgeschraubt hat. Zum ursprünglich in seinen Gedanken kursierenden Marathon-Doppel Berlin und Valencia wie im Vorjahr kommt es nicht, das hat Herzog für sich schön länger entschieden.
Olympia- und WM-Teilnehmer Raphael Pallitsch (Sportunion St. Pölten) hat den Ternitzer Stadtlauf in einer Zeit von 14:25 Minuten gewonnen. Der Rundkurs in der niederösterreichischen Kleinstadt wies eine Distanz von fünf Kilometern auf.
Anna Plattner (LG-Decker Itter), im September WM-Fünfte im Trailrunning, ist die Siegerin des Valtellina Wine Trail über die Distanz von 42 Kilometern. Die Tirolerin überquerte die Ziellinie in Sondrio in der nördlichen Lombardei nach 3:32:57 Stunden und markierte einen neuen Streckenrekord.
„Es hat einfach Spaß gemacht. Mir taugt die atemberaubende Kulisse hier, die Berge, der glitzernde Sonnenschein im See, die Strecke – das alles hab ich heute mehr genossen als üblicherweise. Sportlich war es auch interessant für mich, da wir eine schöne Verfolgergruppe gebildet haben, in der der italienische Triathlet Nicola Duchi in der ersten Halbzeit ein gutes Tempo angeschlagen hat“, berichtet der 38-jährige, ehemalige ÖLV-Rekordhalter im Marathon.
1.752 Halbmarathonläufer und 1.557 Halbmarathonläuferinnen kamen ins Ziel in Riva, das nahezu ausgeglichene Geschlechterverhältnis sticht ins Auge. Siegerin des Events war die Polin Katarzyna Barbara Cieslar in einer Zeit von 1:15:23 Stunden. Dazu kamen 1.281 Finisher im 10km-Lauf, hier der Großteil weiblich. Der Laufevent am nördlichen Rand des größten Binnensees Italiens beschließt gleichzeitig die dortige touristische Saison.
🇬🇷 Panagiotis Karaiskos hat erstmals den Athen Marathon gewonnen. Der 36-jährige Vorjahreszweite setzte sich in einer Zeit von 2:20:10 Stunden deutlich vor Konstantinos Stamoulis und Laszlo Tarnai durch. Der drittplatzierte Ungar war im Mai Zweiter beim PUMA Salzburg Marathon. Vorjahressieger Charalampos Pistolis musste sich in diesem Jahr mit Rang vier zufrieden geben. Bei den Frauen gelang der 27-jährigen Lokalmatadorin Stamatia Noula ein neuerlicher Sieg. In 2:39:28 Stunden hatte sie zehn Minuten Vorsprung auf ihre Landsfrau Panagiota Vlachaki.
Der Klassiker vom Städtchen Marathon nach Athen, der sich als authentischer Marathon bezeichnet, ging in diesem Jahr zum symbolträchtigen 42. Mal über die Bühne. Inklusive der 10km- und 5km-Läufe am Vortag gingen 72.800 Anmeldungen aus 126 unterschiedlichen Nationen ein, darunter rund 24.000 für den Marathon.
🇮🇹 Die Kenianerin Caroline Gitonga hat im Rahmen des Ravenna Marathon die schnellste je auf italienischem Boden gelaufene Halbmarathonzeit verbucht. Die 29-Jährige siegte in einer Zeit von 1:06:26 Stunden mit exakt eineinhalb Minuten Vorsprung. Die Marathonsiege gingen an John Hakizimana aus Ruanda in 2:10:47 Stunden sowie Nelly Tirop aus Kenia in 2:26:14 Stunden, ein neuer Streckenrekord. Den Halbmarathon der Männer gewann Philemon Koskey aus Kenia in 1:03:38 Stunden. Mit 19.000 Teilnehmer:innen feierte der Event in der italienischen Kleinstadt einen neuen Anmelderekord.
🇺🇸 Santiago Catrofe hat beim Boston Halbmarathon, der wie der Boston Marathon von der Boston Athletics Association (BAA) veranstaltet wird, einen neuen uruguayischen Landesrekord aufgestellt. In einer Zeit von 1:01:23 Stunden blieb der 26-Jährige 40 Sekunden unter der zwölf Monate alten Bestmarke von Cristhian Zamora, in der ewigen südamerikanischen Bestenliste nimmt Catrofe Position neun ein. Erst drei südamerikanische Läufer haben bisher überhaupt eine Halbmarathonzeit unter 1:01 Stunden erzielt, nur Kontinentalrekordhalter Marilson Gomes Dos Santos aus Brasilien, als zweifacher Sieger des New York City Marathon in den Nuller-Jahren eine damalige globale Größe, knackte die Ein-Stunden-Marke.
Catrofe, der erst eine Woche zuvor einen Crosslauf in seiner Wahlheimat Spanien absolviert hat, hält die Kontinentalrekorde im 5.000m-Lauf sowie im 5km- und 10km-Straßenlauf. Er ist hauptsächlich 5.000m-Läufer und nahm in dieser Disziplin an den Olympischen Spielen 2024 und Weltmeisterschaften 2025 teil. In seinem zweiten Halbmarathon überhaupt musste sich der Urugayer in Boston lediglich Isaia Lasoi aus Kenia geschlagen geben – 1:00:59 Stunden. Bei den Frauen gab es einen äthiopischen Doppelsieg mit Vorjahressiegerin Fantaye Belayneh (1:08:51) und Melknat Wudu. Amerikanische Topläuferinnen und Topläufer waren kaum am Start, Keira D’Amato lieferte mit einer Zeit von 1:11:18 Stunden auf der selektiven Strecke ihre Generalprobe für den Valencia Marathon ab.
Autor: Thomas Kofler
Bild: © SIP / Johannes Langer