Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
In Paris hat am vergangenen Freitag der Prozess gegen Papa Massata Diack, Sohn des langjährigen, ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes (damals IAAF), Lamine Diack begonnen. Die französische Staatsanwalt wirft dem Senegalesen Korruption vor, unter anderem als Akteur im systematischen Vertuschen des…


In Paris hat am vergangenen Freitag der Prozess gegen Papa Massata Diack, Sohn des langjährigen, ehemaligen Präsidenten des Leichtathletik-Weltverbandes (damals IAAF), Lamine Diack begonnen. Die französische Staatsanwalt wirft dem Senegalesen Korruption vor, unter anderem als Akteur im systematischen Vertuschen des russischen Dopingsystems und im Rahmen der Olympia-Vergaben nach Rio und Tokio. Papa Massata Diack ist vor sieben Jahren, kurz nach Beginn der Ermittlungen, im Gegensatz zu seinem Vater nach Senegal geflüchtet und dort nicht mehr greifbar. Deshalb findet der Prozess auch ohne Anwesenheit des Angeklagten statt. Dessen Anwälte wollten den Prozessbeginn weiter hinauszögern, da Diack aufgrund einer Anklage in seinem Heimatland aufgrund desselben Tatbestandes den Senegal im Moment nicht verlassen dürfe. Das Gericht in Paris wehrte diesen Antrag ab.
Papa Massata Diack wehrt sich der Anklage in allen Punkte, wie seine Anwälte ausrichten. Sein Vater wurde an der Ausreise aus Frankreich gehindert und 2020 nach einem jahrelangen Prozess zu einer vierjährigen Haftstrafe und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Aufgrund seines Alters und seines gesundheitlichen Zustandes wurde Lamine Diack allerdings nie in ein Gefängnis gesteckt, Ende 2021 verstarb er im Alter von 88 Jahren. Habib Cissé, ehemaliger Anwalt und Berater von Lamine Diack, wurde zu drei Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, verurteilt.