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Raphael Pallitsch: „Das Finale ist das klare Ziel“

Nach einem deutlichen Leistungssprung und zwei ÖLV-Rekorden im 1.500m-Lauf reist Raphael Pallitsch mit dem Ziel zur EM nach Rom, den Vorlauf zu überstehen.
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In der Renaissance seiner Karriere ist Raphael Pallitsch hin zur Saison 2024 ein riesiger Leistungssprung gelungen. Zweimal unterbot er den ÖLV-Rekord im 1.500m-Lauf, zuletzt auf eine Zeit von 3:33,59 Minuten, und qualifizierte sich sicher für die Europameisterschaften. Im RunUp-Kurzinterview spricht er über seine Entwicklung und seine Ambitionen in Rom.

RunUp: Herzliche Gratulation zu deinen starken Leistungen im Wettkampfjahr 2024. Wie fühlt es sich an, einen ÖLV-Rekord zu brechen?

Raphael Pallitsch: „Rekorde in der Leichtathletik sind bekanntermaßen seit Jahrzehnten hart umkämpft. So auch über 1.500m. Diesen Nimbus, der diesen Rekord umgibt, habe ich aufgesaugt, als ich den Rekord gebrochen habe. Ich habe ja nicht spezifisch auf den Rekord hintrainiert, sondern mich an den Limits und den Weltranglistenpunkten orientiert. Auf dieser Jagd ist der Rekord dann passiert, eine tolle Besonderheit zur EM-Qualifikation hinzu.“

Was sind die wesentliche Bausteine für die deutliche Steigerung zur vergangenen Saison?

„Der wesentliche Punkt waren meine Überlegungen, die ich mir bereits in den Tagen nach der WM in Budapest gemacht habe. Damals habe ich das Maximum in einem perfekten Lauf für mich abgerufen. Ich habe mir vorgenommen, 3:33 zu laufen und überlegt, was ich dazu brauche. Ich wusste, ich müsste alle Systeme an die Grenze fahren, in verschiedenen Lebensbereichen. Nur dann wäre so eine Entwicklung möglich. Ich habe einen ziemlichen Lebenswandel unternommen und mir ist bewusst, dass ein solcher Kraftakt möglicherweise nur für ein einziges Jahr und ein spezifisches Ziel machbar ist. Denn ich habe viel Risiko genommen und physisch wie mental mehrfach meine Grenzen überschritten. Da galt es auch gezielt gegenzusteuern.

Was hast du dir für den EM-Vorlauf am Montag vorgenommen?

„Der Finaleinzug ist das klare Ziel. Es ist ein enges Feld und es kann viel passieren. Der Modus wird erst wenige Tage vor dem Start von European Athletics festgelegt. Wenn EA sich an World Athletics hält und erstmals auf die Zeitregel verzichtet, wird wahrscheinlich in den Vorläufen noch stärker taktiert. Wenn nicht, ist der zweite Vorlauf oft angelegt an den ersten. Außerdem ist ein Faktor, ob Ingebrigtsen in meinem Vorlauf ist oder nicht. Denn selbst wenn der Energie spart, wird der Vorlauf trotzdem schnell, zumindest Teile davon. Ich werde mir zwei bis drei Tage vor dem Rennen eine konkrete Taktik überlegen.“

Die EM ist das erste große Saisonziel, die Olympischen Spiele das zweite. Aktuell liegst du in der „Road to Paris“ hervorragend. Was brauchst du noch, um die Qualifikation abzusichern?

„Vier meiner fünf Leistungen sind schon sehr gut. Wenn ich im Juni noch ein Rennen auf dem Niveau von Ostrava laufen kann, dann ist das Tor nach Paris weit offen, sofern nicht alle Plätze per Direktlimit weggehen. Dann muss ich eh unter 3:33,50 Minuten laufen.“

Europameisterschaften 2024

Die Leichtathletik-Europameisterschaften 2024 finden vom 7. bis 12. Juni in Rom statt. Austragungsort ist das Stadio Olimpico, das drittgrößte Leichtathletik-Stadion Europas. Die Vorläufe über 1.500m mit Raphael Pallitsch sind am Montag ab 11:20 Uhr angesetzt. Der Finallauf findet am Schlusstag um 22:26 Uhr statt.

Interview: Thomas Kofler
Bild: © ÖLV / Giancarlo Colombo – Raphael Pallitsch bei der WM 2023

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