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Raphael Pallitsch verpasst Rekord beim VCM Winterlauf

Raphael Pallitsch zeigte beim VCM Winterlauf mit einer Siegerzeit von 13:55 Minuten die Topleistung des Tages über fünf Kilometer, verpasste aber den ÖLV-Rekord.
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„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, lautete die Botschaft von Raphael Pallitsch nach dem gestrigen VCM Winterlauf. Er hatte eine simple Erklärung, warum der ÖLV-Rekord von Andreas Vojta außer Reichweite blieb: „Es war einfach zu kalt für eine schnellere Zeit.“

Nach 13:55 Minuten hielt Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) die Zeitnehmung im Wiener Prater nach exakt fünf Kilometern an. Es ist seine neue persönliche Bestleistung über diese Distanz, erstmals blieb er unter 14 Minuten. Nur auf den ÖLV-Rekord von Andreas Vojta (team2012.at) fehlten sieben Sekunden. „Ich habe gewusst, dass es knapp wird. Es hat mich riesig gefreut, dass es so viele Anfeuerungen und Fans gegeben hat“, wird der 35-Jährige in einer Aussendung des Vienna City Marathon zitiert.

Pallitsch ist nun die Nummer vier in der österreichischen Bestenliste. Auch sein Schützling Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA), der parallel bei der Crosslauf-EM einen rabenschwarzen Tag erwischte (siehe RunUp.eu-Bericht), und Peter Herzog (Union Salzburg LA) haben noch eine schnellere 5km-Bestzeit als der Mittelstrecken-Spezialist. Ein Wettkampf-Höhepunkt steht für den Burgenländer in diesem Jahr noch an: Erstmals wird er den Silvesterlauf in Peuerbach bestreiten.

Die schnellsten 5km-Zeiten der ÖLV-Geschichte

  • 13:48 Minuten – Andreas Vojta, Monaco 2021
  • 13:49 Minuten – Kevin Kamenschak, Straßenlauf-WM 2023 in Riga
  • 13:54 Minuten – Peter Herzog, Berlin 2020
  • 13:55 Minuten – Raphael Pallitsch, VCM-Winterlauf 2025
  • 14:04 Minuten – Timo Hinterndorfer, Monaco 2025
  • 14:09 Minuten – Tobias Rattinger, Monaco 2024
  • 14:10 Minuten – Raphael Pallitsch, Mödling 2025

Junior Gschwentner mit schnellem 10er

Timon Theuer (Union St. Pölten) und der 16-jährige Ungar Humor Kis-Soos komplettierten mit Leistungen von 15:13 und 15:16 Minuten ein leistungsstarkes Stockerl. Bei den Frauen siegte Sofia Nanova aus der Slowakei in einer Zeit von 16:32 Minuten vor Hanna Bruckmayer aus Deutschland (16:44) und Marie Glaser (SVS Leichtathletik, 18:11).

Stark in Szene setzte sich Josua Gschwentner (Tri-X-Kufstein), der über zehn Kilometer eine neue persönliche Bestleistung von 30:49 Minuten aufstellte. Schnellste Läuferin war Chantal Buschung (LC Villach).

VCM Winterläufe

Mit 1.686 angemeldeten Läufer*innen feierte der Vienna City Marathon eine neue Anmelde-Bestmarke zum vorweihnachtlichen Auftakt in die dreiteilige Winterlaufserie. Die weiteren VCM Winterläufe finden am 25. Jänner und 8. März statt.

Weitere Straßenlauf-Resultate des Wochenendes

🇺🇸 Die in den USA lebende Britin Calli Hauger-Thackery hat am gestrigen Sonntag den verregneten Honolulu Marathon gewonnen. Die 32-Jährige erreichte beim traditionell anspruchsvollen Klassiker mit schwieriger Strecke und bei hoher Luftfeuchtigkeit das Ziel nach 2:30:43 Stunden und trug sich als erste Britin in die 52 Jahre umfassende Veranstaltungshistorie ein. Vorjahressiegerin Cynthia Limo aus Kenia wurde Zweite.

Bei den Männern gewann Tsegay Weldlibanos aus Eritrea nach einer tollen Aufholjagd und einer Endzeit von 2:13:38 Stunden fast eine Minute vor dem ehemaligen Hindernisläufer Yemane Haileselassie. Die vier Erstplatzierten sind alle in Eritrea geboren, leben aber nach Veranstalterangaben in den USA, wo sie aus politischen Gründen Asyl angesucht haben. 23.131 Anmeldungen waren für die Marathon-Distanz eingegangen.

Am Vortag markierte Sinclaire Johnson einen neuen US-Rekord in der Straßenmeile von 4:21,66 Minuten. Die 27-Jährige setzte sich vor Nikki Hiltz durch. Bei den Männern siegte 800m-Hallen-Weltmeister Josh Hoey in 3:54,77 Minuten.

🇹🇷 Der Kenianer Vitalis Kibiwott, bisher ein „No-Name“ in der internationalen Szene, hat bei idealen Wetterbedingungen den Mersin Marathon gewonnen und in einer Zeit von 2:07:14 Stunden die schnellste Marathonzeit, die je auf türkischem Boden erzielt worden ist, aufgestellt. Bei den Frauen siegte Rebecca Tanui, die heuer Platz zwei beim Vienna City Marathon belegt hat, in einer Zeit von 2:25:35 Stunden – 17 Sekunden langsamer als in Wien. Der ehemalige Marathon-Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie musste aufgrund von körperlichen Beschwerden frühzeitig aufgeben.

🇪🇸 Zwei neue Streckenrekorde feierte der Malaga Marathon. Bei den Männern lief Mande Bushendich aus Uganda eine Topzeit von 2:06:07 Stunden und siegte klar vor dem Kenianer Mike Kiptum. In der Statistik von World Athletics ist bisher kein Marathon-Resultat vom 28-jährigen Ugander zu finden. Zerei Kbrom aus Norwegen wurde in 2:09:58 Stunden Dritter. Bei den Frauen siegte die erst 21 Jahre alte Äthiopierin Misgane Alemayehu in 2:24:43 Stunden – eine deutliche neue Bestzeit.

🇦🇪 Die Topleistung des diesjährigen Abu Dhabi Marathon gelang Catherine Reline aus Kenia, die in einer Zeit von 2:21:17 Stunden siegte. Die 23-Jährige verwies ihre um 23 Jahre (!) ältere Landsfrau Edna Kiplagat und die Äthiopierin Burtukam Bekele um rund vier Minuten auf die weiteren Plätze und verpasste ihre persönliche Bestleistung vom Vorjahressieg nur knapp. Bei den Männern siegte der Türke Kaan Kigen Özbilen in einer Zeit von 2:07:27 Stunden vor Ashar Abderehman aus Äthiopien und Kenneth Kipkemoi aus Kenia. Es ist der erste Marathonsieg für den ehemaligen Europarekordhalter.

Autor: Thomas Kofler
Bild: © VCM / Johannes Radlwimmer

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