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Rekordjagd von Caster Semenya in Monte Carlo

Caster Semenya hat die angekündigte, schnelle Zeit in die Tat umgesetzt und beim Diamond League Meeting am Freitagabend in Monaco eine neue persönliche Bestleistung erzielt. In einem hochklassigen Feld, das die besten 800m-Läuferinnen der Jetzt-Zeit (vielleicht mit Ausnahme der Kanadierin…

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© IAAF Diamond League / Philippe Fitte
© IAAF Diamond League / Philippe Fitte
Caster Semenya hat die angekündigte, schnelle Zeit in die Tat umgesetzt und beim Diamond League Meeting am Freitagabend in Monaco eine neue persönliche Bestleistung erzielt. In einem hochklassigen Feld, das die besten 800m-Läuferinnen der Jetzt-Zeit (vielleicht mit Ausnahme der Kanadierin Melissa Bishop und EM-Silbermedaillengewinnerin Renelle Lamote) vereinte, siegte die Südafrikanerin in einer Zeit von 1:55,33 Minuten und war damit um 0,12 Sekunden schneller als bei ihrem WM-Titel 2009 in Berlin. Die 25-Jährige markierte außerdem einen neuen südafrikanischen Landesrekord, blieb unterhalb des Meetingrekords der Russin Svetlana Masterkova, der exakt 20 Jahre lang Bestand hatte, unter der eigenen Weltjahresbestleistung und unter dem Diamond League Rekord, den die diesmal zweitplatzierte Francine Niyonsaba seit knapp vier Jahren in einer Zeit von 1:56,69 Minuten gehalten hat.

Unwiderstehlich im Finale

Pacemakerin Katsiaryna Belanovich aus Weißrussland eröffnete das Rennen mit einer Durchgangszeit von 56,04 Minuten, als Semenya das Heft in die Hand nahm und das bis dort hin noch kompakte Feld von vorne regierte. In ihrem Rücken formierten sich mit Francine Niyonsaba und der bulligen Kenianerin Margaret Wambui die stärksten Verfolgerinnen, was auch die Weltjahresbestenliste wiedergibt. Doch eine richtige Chance gegen die ehemalige Weltmeisterin hatte keine von beiden, Semenya zog ihr Tempo auf der Zielgerade durch und erarbeitete sich fast eine Sekunde Vorsprung. Dabei markierte Hallen-Weltmeisterin Niyonsaba in einer Zeit von 1:56,24 Minuten einen neuen Landesrekord für Burundi. Seit knapp vier Jahren ist die 23-Jährige nicht mehr so schnell gelaufen. Auch wenn die ursprünglich drittplatzierte Margaret Wambui disqualifiziert wurde, weil sie kurz nach dem Start die innere Linie ihrer Bahn übertrat, intensivierte dieser Lauf in Monaco die Diskussionen in der Transgender-Problematik, aktuell ein heißes Thema im Laufsport. Mit vier Siegen aus vier Rennen in der Diamond League ist Semenya praktisch unschlagbar, Niyonsaba gewann jenen, wo Semenya fehlte.

Ex-Weltmeisterin ohne Chance

Aufgrund der Disqualifikation von Wambui erbte Eunice Sum Rang drei. In einer Zeit von 1:57,47 Minuten lief sie das mit Abstand schnellste Rennen der Saison, dennoch war die Weltmeisterin von 2013 trotz eines ansprechenden Schlusssprints meilenweit von der Spitze entfernt. Ein sensationelles Rennen zeigte die US-Amerikanerin Molly Ludlow, die wie 2012 aufgrund eines vierten Platzes bei den Trials wieder nicht zu den Olympischen Spielen darf. Nach all diesen bitteren vierten Plätzen dürfte ihr der vierte Platz in Monaco durchaus geschmeckt haben. Die 27-Jährige hielt bis in die letzte Kurve Anschluss an Wambui und musste noch auf der Zielgeraden die zweite Kenianerin ziehen lassen. In einer Zeit von 1:57,68 Minuten verbesserte Ludlow ihre persönliche Bestleistung um exakt eine Sekunde. Persönliche Bestleistungen gab es auch für 1.500m-Europameisterin Angelika Cichocka, die erstmals unter 1:59 Minuten blieb, und die Äthiopierin Gudaf Tsegay. Die Britin Lynsey Sharp lief als Fünfte erstmals heuer unter 1:58 Minuten.
 

Sensation im 1.500m-Lauf

Die zweite schnelle Laufentscheidung des Abends hätte der 1.500m-Lauf der Herren sein sollen. Doch nicht immer lassen sich im Sport Wünsche in die Tat umsetzen und so verbrannte sich Asbel Kiprop in Monaco mit seiner Taktik die Finger. Auf der Bahn, die in den letzten fünf Jahren 19 der 24 Zeiten unter 3:30 Minuten produzierte, ließ er sich die ersten 800m von seinen Pacemakern Andrew Rotich und Jackson Kivuva in einer unglaublichen Zeit von 1:49,9 Minuten anlaufen. Während sich der Rest des Feldes hinten auffädelte, versuchte der Marokkaner Abdalaati Iguider eine Zeit lang, alleine die Lücke zu schließen, was ihm auch gelang. Und so war Kiprop durchaus verdutzt, als der Marokkaner ihn gegen Ende der dritten Runde überholte und mit einigen Metern Vorsprung in die entscheidende Runde stürmte. Der Kenianer schaffte mit dem Rest des Feldes im Rücken zwar noch einmal den Anschluss, doch auf der Zielgerade ging beiden der Sprit aus. Sie hatten mit Zitronen gehandelt, Iguider wurde am Ende Vierter und Kiprop ließ auf den letzten Metern aufreizend lässig austrudeln, um sich als Sechster einzuordnen.

Manangoi wieder Zweiter

Der mit Abstand schnellste Läufer im Finale war der Kenianer Ronald Kwemoi, der die letzten 100 Meter dominierte und in einer Zeit von 3:30,49 Minuten gewann. Besonders bitter für seinen Landsmann Elijah Manangoi, der ein Abo auf den zweiten Platz zu haben scheint. Denn endlich einmal kam er an Kiprop vorbei und da spuckte ihm ein anderer Kenianer in die Suppe. Dennoch machte Manangoi im Diamond Race kräftig Boden gut und liegt nun nur mehr drei Punkte hinter dem dreifachen Weltmeister. Rang drei ging in Monaco an Olympiasieger Taoufik Makhloufi. Mo Farah brachte auf der für ihn ungewohnten Distanz eine ansprechende Leistung und kam als Fünfter ins Ziel, hinter Kiprop erzielte der Australier Ryan Gregson die schnellste Zeit seit sechs Jahren.
Auch wenn sie im Hinterfeld landeten, zeigten die Europäer im Feld fantastische Leistungen. Jakub Holusa erzielte auf Rang acht in einer Zeit von 3:33,36 Minuten einen neuen Landesrekord für die Tschechische Repbulik, der Brite Charlie Grice lief eine neue persönliche Bestleistung. Der frisch gebackene Europameister Filip Ingebrigtsen markierte in einer Zeit von 3:33,72 Minuten auf Rang zehn ebenfalls einen neuen „Hausrekord“ und lag damit wie in Amsterdam zwei Positionen vor seinem älteren Bruder Henrik. Der „langsamste“ Läufer im Feld kam übrigens nach 3:35,29 Minuten ins Ziel. Nur ein Österreicher ist die 1.500m jemals schneller gelaufen als diese Marke, nämlich Günther Weidlinger bei seinem österreichischen Rekord im Jahr 2000 (3:34,69 Minuten).
 

Kenianischer Doppelsieg

Gleich acht persönliche Bestleistungen gab es im 3.000m-Lauf der Damen, allerdings nicht auf den ersten beiden Plätze. Trotz einer relativ gemächlichen ersten Runde entwickelte sich ein schneller Lauf, weil die drei Kenianerinnen noch vor Halbzeit die Schlagzahl ordentlich erhöhten und sich sofort absetzten. Hellen Obiri lief alles von vorne und hatte in der letzten Runde noch die Kraft, sich entscheidend von ihren Landsfrauen Mercy Cherono und Janet Kisa zu lösen. In einer Zeit von 8:24,27 Minuten feierte Obiri einen beeindruckenden Sieg und verpasste den Meetingrekord sowie die Weltjahresbestleistung nur knapp. Im Kampf um Rang vier setzte sich Karoline Bjerkeli Grövdal gegen Steph Twell durch und wurde die beste Europäerin. Beide sind noch nie einen derartig schnellen 3.000m-Lauf gelaufen, Grövdal übernahm damit die Spitze in der europäischen Jahresliste vor Twell.
 

Kipruto mit fünftem Sieg

In der letzten Entscheidung des Abends, dem 3.000m-Hindernislauf der Herren wollte sich der Kenianer Conseslus Kipruto endlich den Traum einer Zeit unter acht Minuten erfüllen, die angesichts seiner bisherigen Saisonleistungen längst überfällig ist. Doch in Monaco ließen ihn die Pacemaker in Stich, seine Unzufriedenheit über deren Arbeit gestikulierte er noch deutlich während des Rennens. Also konzentrierte sich der 21-Jährige darauf, das Rennen zu gewinnen, zumal ihm Altmeister Paul Koech gefährlich nahe kam. Doch hinter dem letzten Hindernis beschleunigte Kipruto noch einmal und gewann in einer Zeit von 8:08,11 Minuten vor Koech und Junioren-Weltmeister Barnabas Kipyego. Es ist bereits der fünfte Saisonsieg in der Diamond League für den dominierenden Hindernisläufer des Jahres.
 

Kipketer hauchdünn vor Europameister

Auch der einzige Wettbewerb des Abends, bei dem es um keine Punkte für das Diamond Race ging, endete mit einem kenianischen Sieg. Junioren-Weltmeister Alfred Kipketer siegte in einer Zeit von 1:44,47 Minuten hauchdünn vor Europameister Adam Kszczot. Das Rennen entwickelte sich von Beginn an seltsam, keiner nahm das Tempo des Pacemakers auf und so attackierte der junge Kenianer Jonathan Kitilit in der letzten Kurve den führenden Kipketer. Am Ende ging ihm jedoch die Kraft aus und er wurde Fünfter. Die Polen waren eingangs der Zielgerade viel zu weit hinten platziert. Marcin Lewandowski sprintete auf der Außenbahn noch auf Rang drei, sein Landsmann Kszczot musste sich mit einem wilden Sprint innen am halben Feld vorbei kämpfen und erzielte eine hohe Endgeschwindigkeit, die Ziellinie kam für ihn aber einen Augenblick zu früh. Dennoch liefen Kszczot und Lewandowski jeweils Saisonbestleistung.
Diamond League in Monaco

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