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Rekordpreisgeld und potenzielles Rekordgeld

Nie zuvor in der Geschichte des Marathonlaufs wurde ein so hohes Preisgeld ausgeschüttet wie beim Nagoya Women’s Marathon. Ruth Chepngetich und Lonah Chemtai Salpeter sorgen dafür, dass noch nie ein so schnelles Feld am Start war.
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Vor zwei Tagen war der Internationale Frauentag und wie immer an diesem 8. März spielte der Begriff Gender Pay Gap eine wichtige Rolle in der Öffentlichkeit. Um wie viel verdienen Frauen für dieselbe Aufgabe oder dieselbe Arbeit weniger als Männer, Jahr für Jahr überraschen die drastischen Unterschiede. Obwohl die Leichtathletik, was ihre Preisgeldstruktur und ihr Bewerbsprogramm betrifft, im internationalen Sport ein Vorbild der Gleichberechtigung ist, und auch bei den Besetzungen der Funktionärsposten eine Verbesserung erkennbar ist, trat Sebastian Coe, Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes in einem Interview mit der französischen Presseagentur (AFP) auf die Euphoriebremse. Viel zu viele junge Sportlerinnen würden den Übergang vom Juniorenbereich in den erwachsenen Profisport trotz erfolgreicher Jugendkarrieren bis hin zu Junioren-WM-Teilnahmen nicht schaffen. Etliche Gründe gebe es dafür, so der Brite. Darunter auch familiäre Verpflichtungen und Erwartungen, gesellschaftliche Klassifikationen oder auch die Zeitfrage. Hindernisse, die sich in modernen Zeiten beseitigen ließen, findet der Brite.

RunAustria-Tipp: Der Nagoya Women’s Marathon wird in der Nacht auf Sonntag mit Start um 1:10 Uhr MEZ auf der Veranstaltungswebsite im Livestream übertragen. Zurzeit ist unklar, ob und in welchen Ländern der Stream geogeblockt wird.

Es geht um 250.000 US-Dollar

Über Geld hat er nicht gesprochen, obwohl dies gerade hinter der Weltspitze ein generell bedeutendes Thema im Sport sein müsste. Nicht im Weltklassebereich, wo der Nagoya Women’s Marathon vor seiner elften Austragung am kommenden Sonntag mit einer Überraschung aufhorchen lässt. Ein Preisgeld von 250.000 US-Dollar (das entspricht rund 227.230 Euro) schüttet der Veranstalter an die Siegerin aus. Und das, obwohl viele Laufveranstaltungen seit Pandemiebeginn aus finanziellen Überlegungen ihr Preisgeld gesenkt haben. Eine so hohe Siegesprämie hat es in der Marathongeschichte noch nie gegeben, weder bei den World Marathon Majors noch anderen zahlungskräftigen Events, unabhängig vom Geschlecht. Es ist ein starkes Signal, die Nummer-eins-Stellung des Nagoya Women’s Marathon im Frauenlaufsport zu untermauern. Er ist bereits jetzt der weltgrößte Marathonlauf nur für Teilnehmerinnen.

Duell Chepngetich gegen Chemtai-Salpeter

Für ein historisches Rennen wurden zwei Superstar der Szene verpflichtet, die als erste Anwärterinnen auf den Sieg gelten, Ruth Chepngetich und Lonah Chemtai Salpeter. Die kenianische Weltmeisterin von Doha 2019 ist mit einer Bestleistung von 2:17:08 Stunden (Dubai 2019) die viertschnellste Marathonläuferin der Geschichte und hat nach ihrer Aufgabe bei den Olympischen Spielen den Chicago Marathon 2021 im Alleingang gewonnen. Abgesehen von Sapporo ist die Späteinsteigerin noch nie in Japan gelaufen. Salpeter hat angesichts des attraktiven Preisgelds sogar auf eine Titelverteidigung beim Tokio Marathon verzichtet, wo sie 2020 einen mittlerweile verbesserten Streckenrekord von 2:17:45 Stunden gelaufen ist (siehe RunAustria-Bericht). Mit dieser Leistung liegt sie auf Rang acht der ewigen Weltbestenliste, auf Rang zwei der europäischen Rangliste hinter Paula Radcliffe, zu welcher Athleten aus Israel gezählt werden. Salpeter stieg bei den Olympischen Spielen im Kampf um Bronze kurz vor Schluss aus und wurde in London Fünfte. Danach gewann sie einen Halbmarathon in Israel, beim Silvesterlauf in Madrid wurde sie Dritte.

Andos Leistungstrend zeigt nach oben

Die dritte ausländische Elitestarterin ist die 45-jährige Australierin Sinead Diver, die beim Olympischen Marathon in Sapporo mit Rang zehn ein Achtungszeichen setzte. Sie wärmte sich vor zehn Tagen mit einem 10km-Lauf in 33:07 Minuten im tasmanischen Hobart für den Marathon in Nagoya auf. Auch ihre um fünfeinhalb Jahre jüngere Landsfrau Eliose Wellings ist dabei. Die japanischen Topläuferinnen werden angeführt von Yuka Ando, die ihr Marathondebüt vor fünf Jahren in Nagoya in 2:21:36 Stunden abgeschlossen hat. Das nach wie vor schnellste japanische Marathondebüt ever ist nach wie vor die Bestleistung der 27-Jährigen. Die Zweitplatzierte des Nagoya Women’s Marathon von 2020 kam zuletzt wieder in Schwung. Sie qualifizierte sich für den Olympischen Marathon in Sapporo, den sie als 32. abschloss. Zuletzt stimmte sie sich vor einem Monat mit einer Halbmarathon-Bestleistung von 1:08:13 Stunden in Yamaguchi für den Marathon ein, bei dem sie gerne den japanischen Landesrekord für Marathons ausschließlich für Frauen unterbieten möchte. Diese Zeit ist äquivalent mit dem Streckenrekord von Nagoya, der ohnehin am Sonntag gefährdet ist und gehalten wird von Mao Ichiyama (2:20:29).

Ebenfalls dabei sind u.a. Reia Iwade, Rie Kawauchi, die ehemalige Halbmarathon-WM-Teilnehmerin Mirai Waku und Hanae Tanaka. Yuka Suzuki, Universiade-Siegerin im Halbmarathon von 2019, gibt ihr Marathon-Debüt und möchte ihre Qualifikation für die Olympischen Spiele von Paris 2024 vorbereiten.

Nagoya Women’s Marathon mit maximaler Teilnehmerinnengröße

Im vergangenen März war der Nagoya Women’s Marathon der erste Marathon der westlichen Welt seit Pandemiebeginn, der ein auf 5.000 Läuferinnen limitiertes Massenfeld zuließ (Gut 4.000 starteten tatsächlich). In der Auswertung wurde kein einziger COVID-19-Test mit positivem Ergebnis in Verbindung mit dem Event entdeckt. Daher plante der Veranstalter auch heuer trotz der erheblichen Restriktionen in Japan im vergangenen Winter mit dem maximal vorgesehenen Teilnehmerinnenfeld von 22.000, welches nun auch realisiert wird. Es sind sogar ausländische Eliteläuferinnen startberechtigt, wie bereits beim Tokio Marathon am Sonntag. Andererseits hat der Veranstalter am 10. Februar alle einreisenden Teilnehmerinnen um einen Switch auf den Online-Marathon gebeten.

„Als Läufer verstehe ich die Sehnsucht der Lauffans auf die Rückkehr der Massenfelder. Wir werden unsere Erfahrungen aus den letzten beiden Jahren einfließen lassen, um ein Event für 22.000 Läuferinnen im bestmöglichen Umfeld zu organisieren“, sagte Renndirektor Koji Katano schon vor Monaten.

Nagoya Women’s Marathon

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