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Einen Tag nach der Show von Mahiedine Mekhissi-Benabbad am Donnerstag im 3.000m-Hindernislauf am Donnerstag folgte am Freitag der erste Akt der Ingebrigtsen-Show. Der erst 17 Jahre alte Jakob holte sechs Jahre nach seinem ältesten Bruder Henrik und zwei Jahre nach…


Einen Tag nach der Show von Mahiedine Mekhissi-Benabbad am Donnerstag im 3.000m-Hindernislauf am Donnerstag folgte am Freitag der erste Akt der Ingebrigtsen-Show. Der erst 17 Jahre alte Jakob holte sechs Jahre nach seinem ältesten Bruder Henrik und zwei Jahre nach dem zweitältesten des Trios, Filip die Goldmedaille im 1.500m-Lauf. Eine unglaubliche Leistung, die auf einer überraschenden Team-Taktik fußte. Filip, der eigentliche Favorit, war im Vorlauf gestürzt und hatte sich laut Auskunft seines Bruders Henrik dabei eine Rippe gebrochen. Der 25-Jährige schirmte das Feld vor dem in Führung liegenden Jakob ab. Als die Konkurrenz in der letzten Runde erkannte, dass nicht Europas Jahresschnellster Filip, sondern der Teenager der Mann war, den es zu schlagen gab, war es zu spät.

Die Ingebrigtsen-Show ging am Samstagabend weiter. Nicht einmal 24 Stunden nach dem berauschenden Finale über 1.500m waren Henrik und Jakob wieder am Start und feierten einen frenetischen Doppelsieg. Jakob, der mit 17 nun bereits doppelt so viele Europameistertitel hat wie Henrik und Filip, markierte einen neuen Europarekord der Altersklasse U20 (13:17,06 Minuten). Die Leistungsfähigkeit des Wunderkinds aus Norwegen ist mehr als beeindruckend. Bereits bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Tampere vor einem Monat hat er mich und alle europäischen Lauf-Fans überzeugt, als er über 1.500m und 5.000m jeweils gegen starke afrikanische Rivalen Medaillen holte.
Die Ingbrigtsens heben das Niveau im europäischen Mittelstreckenlauf bis hin zu den 5.000m auf ein neues Niveau. Das haben die Europameisterschaften in Berlin klar aufgezeigt. Zum Leidwesen aller anderen, wie auch Andreas Vojta erspüren musste. Er hatte keine Chance und kam trotz deutlicher Saisonbestleistung gerade einmal in die Top-20. Nicht alle haben die neue Hackordnung in Europa mit einem Minderjährigen an der Spitze bereits akzeptiert. „Es ist schwierig zu verstehen: Man läuft 13:37, man denkt es fühlt sich sehr gut an und am Ende findet man sich auf Platz 18 wider. Dass dieses Finale so ein Temporennen wird, dass ein 17-Jährige eine persönliche Bestleistung läuft – einfach unglaublich, dass das funktioniert“, wunderte sich Florian Orth. Sein Landsmann Marcel Fehr, zwei Zehntelsekunden langsamer, bedankte sich einfach, dass er das miterleben durfte. Er meinte die Atmosphäre im vollen Berliner Olympiastadion, weniger die Ingebrigtsen-Show.
Der RunAustria-Bericht des 5.000m-Laufs: Jakob Ingebrigtsen mit Europarekord zu zweiten Titel
René auf Reisen online
Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 in Berlin