Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
Das Marathon-Jahr 2017 der Damen geht als eines mit überdurchschnittlich triumphalen Leistungen in die Geschichte ein. Mary Keitany erinnerte in London daran, dass die Weltrekordleistung von Paula Radcliffe möglicherweise doch nicht auf ewig unerreichbar bleiben könnte. Mit der erfolgreichsten Langstreckenläuferin…
Das Marathon-Jahr 2017 der Damen geht als eines mit überdurchschnittlich triumphalen Leistungen in die Geschichte ein. Mary Keitany erinnerte in London daran, dass die Weltrekordleistung von Paula Radcliffe möglicherweise doch nicht auf ewig unerreichbar bleiben könnte. Mit der erfolgreichsten Langstreckenläuferin auf der Bahn aller Zeiten, Tirunesh Dibaba betrat ein neuer Top-Star die Marathon-Szene und sorgte auf Anhieb für Furore. Wie bei den Herren endete auch bei den Damen die jahrelange Siegesserie afrikanischer Läuferinnen bei World Marathon Majors – Shalane Flanagan sei Dank!
Siegerin des Prag Halbmarathon – 1. April 2017

Die erste Duftmarke setzte Jepkosgei im Februar beim Ras Al Khaimah Halbmarathon – deutliche persönliche Bestleistung in 1:06:08 Stunden. In jenem Rennen, als ihre Landsfrau Peres Jepchirchir einen neuen Weltrekord lief. Am 1. April schlug dann die große Stunde der Joyciline Jepkosgei: Auf dem selektiven und mit Kopfsteinpflaster übersäten Kurs in Prag blieb sie als erste Läuferin in der Geschichte des Sports in einem Halbmarathon unter 1:05 Stunden – 1:04:52 Stunden. Auf dem Weg dorthin hatte sie den 10km-Straßenlauf-Weltrekord von Paula Radcliffe aus dem Jahr 2003 ausgelöscht, sozusagen im Durchlauf in 30:04 Minuten. Auch den 15km-Straßenlauf-Weltrekord senkte sie auf eine Zeit von 45:37 Minuten. Jener im 20km-Straßenlauf fiel auf 1:01:25 Stunden – bevor das „Grande Finale“ mit dem Durchbrechen des Zielbands folgte.
Vier Weltrekorde an einem Tag ist herausragend – zwei weitere folgten im Herbst. Im September brach Jepkosgei – wieder in Prag – ihren eigenen Weltrekord im 10km-Straßenlauf und blieb in 29:43 Minuten als erste Frau überhaupt unter der Marke einer halben Stunde. Die letzte Sternstunde erlebte die 24-Jährige am 22. Oktober in Valencia, als sie ihren Halbmarathon-Weltrekord um eine Sekunde auf eine Zeit von 1:04:51 Stunden korrigierte. Mit sechs Weltrekorden liegt die Latte für die Wettkampfsaison 2018 hoch…
Siegerin des Boston Marathon – 17. April 2017

Mit diesem Zwischenspurt ließ der Routinier bei frühsommerlichen Temperaturen in Boston der Konkurrenz keine Chance und erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:21:52 Stunden. Ein gewaltiger Negativ-Split, bei dem Kiplagat die zweite Marathon-Hälfte in einer Zeit von 1:09:19 Stunden absolvierte, führte die Kenianerin zu einer der schnellsten Siegerzeiten beim geschichtsträchtigsten, jährlich durchgeführte Marathonlauf der Welt. Kiplagat ließ das Marathon-Jahr 2017 besonders fleißig mit Rang zwei beim WM-Marathon von London hinter Weltmeisterin Rose Chelimo, die sie in Boston noch auf Rang zwei verwies, und Rang vier beim New York City ausklingen.
Siegerin London Marathon – 23. April 2017

Mit dieser unfassbaren Darbietung stellte die beste Marathonläuferin der letzten Jahre alles in den Schatten, was in der Ära nach Paula Radcliffe im Marathon passiert ist. Seit fünf Jahren war keine Läuferin mehr unter 2:19 Stunden geblieben, Keitany torpedierte diese Marke mit fast zwei Minuten auf der Habenseite. Und sie nährte mit dieser wundersamen Leistung die Hoffnung konkreter denn je, jemals an die Weltrekordmarke von Paula Radcliffe herankommen zu können.
Siegerin des Chicago Marathon – 8. Oktober 2017

Es lag einzig an der überragenden Darbietung von Mary Keitany beim London Marathon, die die Strahlkraft des Marathon-Comebacks nach drei Jahren von Tirunesh Dibaba etwas eindämmte. Mit einer Leistung von 2:17:56 Stunden sprang die Äthiopierin in ihrem zweiten Marathon auf Rang drei der ewigen Bestenliste und erzielte mit einer beeindruckenden Leistung die mit Abstand schnellste Zeit der Geschichte, die nicht für einen Sieg reichte. Das Gefühl des Sieges holte die 32-Jährige in Chicago nach, wo sie ein eindrucksvolles Tempodiktat aufsetzte. Die erste Hälfte war in 1:09:10 Stunden absolviert, die Konkurrenz konnte bald das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Als letzte fiel die entfesselt laufende Kenianerin Brigid Kosgei, die ihre persönliche Bestleistung auf Rang zwei um über vier Minuten steigern sollte, bei Kilometer 34 zurück. Dibaba vollendete ihr Meisterwerk, ohne an Geschwindigkeit abzubauen.
Siegerin des New York City Marathon – 5. November 2017

Der Triumph der 36-Jährigen kam völlig unerwartet, trug doch die Kenianerin Mary Keitany die Rolle der haushohen Favoritin auf ihren Schultern. In London war sie einen neuen Afrikarekord gelaufen, beim New York City Marathon hatte sie dreimal in Folge in großer Dominanz gesiegt. Doch eine unverhofft auftretende, gesundheitliche Beeinträchtigung verhinderte eine Fortsetzung dieser Serie. In der schnellsten Phase des Rennens zwischen Kilometer 35 und Kilometer 40 attackierte Flanagan und schaffte fünf Kilometer vor dem Ziel die Vorentscheidung: Besonders beeindruckend: Die Siegerin legte noch eine Minute zwischen sich und der zweitplatzierten Favoritin. Der Rest war die klassische amerikanische Erfolgsgeschichte mit viel Jubel, Glanz und Glorie.