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Am Ende des Tages dürfte dem 19-jährigen Ryuji Miura eine Tatsache besonders geärgert haben. Der 3.000m-Hindernislauf war so früh im ausgesprochen ausgiebigen Programm des World Athletics Continental Tour Meetings in Tokio angesetzt, dass er im zweieinhalbstündigen Livestream des Leichtathletik-Weltverbandes nicht…
Mit seiner Leistung dürfte Miura allerdings hochzufrieden gewesen sein. Er siegte in überzeugender Manier und sorgte unterwegs hauptsächlich auch höchstpersönlich für das hohe Tempo. In einer Siegerzeit von 8:17,46 Minuten unterbot er, auch dank einer überzeugenden Schlussrunde, den japanischen Rekord von Yoshitaka Iwamizu, der fast 18 Jahre gehalten hat, um eineinhalb Sekunden. Seine eigene Bestleistung steigerte er um knapp zwei Sekunden. Seinen in den letzten Wochen Hauptrivalen, dem in Japan lebenden Kenianer Philemon Rono, ließ er um fast vier Sekunden hinter sich. Pech hatten Miuras Landsleute Kosei Yamaguchi und Ryohei Sakaguchi, die die für sie günstige Tempogestaltung für neue persönliche Bestleistungen nutzen konnten, aber knapp am Olympia-Limit von 8:22,00 Minuten vorbei rauschten.
Tanaka und Ichida mit überzeugenden Schlussrunden
Junioren-Weltmeisterin Nozomi Tanaka (3.000m) absolvierte die erste Hälfte des 1.500m-Laufs der Frauen unüblich passiv im vorderen Mittelfeld. Eineinhalb Runden vor der Ziellinie griff sei an und erhöhte das Tempo. In der letzten Runde ging eine große Lücke auf, die japanische Rekordhalterin in dieser Disziplin siegte am Ende in einer Zeit von 4:09,10 Minuten mit deutlichem Vorsprung auf ihre Landsfrauen Ran Urabe und Yuma Goto.
Im 5.000m-Lauf der Männer beschleunigte Takashi Ichida 300 Meter vor der Ziellinie plötzlich abrupt, nachdem das Rennen etwas „eingeschlafen“ war. Der Routinier nützte die Vorlage für eine deutliche persönliche Bestleistung von 13:27,73 Minuten als klarer Sieger vor dem Kenianer Cleophas Kandie und seinem Landsmann Akira Aizawa, der auch noch unter 13:30 Minuten blieb. Spannend, aber ohne hochkarätige Zeiten, ging das 5.000m-Rennen über die Bühne. Die mit Kappe laufende, frisch gebackene 10.000m-Meisterin Ririka Hironaka diktierte das Rennen lange Zeit, 450 Meter vor dem Ziel attackierte Kaede Hagitani, die als Dritte überraschend stärkste Japanerin vor Hironaka und Hitomi Niiya wurde. Im Kampf um den Sieg musste sie noch Teresia Muthoni (15:10,91) und Judy Jepngetich aus Kenia passieren lassen. Deren Landsfrau Joan Chepkemoi feierte einen deutlichen Sieg über die Hindernisse: 9:39,29 Minuten.
Ergebnisse „Ready Steady Tokyo“
1.500m-Lauf der Frauen
1. Nozomi Tanaka (JPN) 4:09,10 Minuten
2. Ran Urabe (JPN) 4:12,38 Minuten
3. Yume Goto (JPN) 4:13,44 Minuten
4. Saki Katagihara (JPN) 4:13,82 Minuten *
5. Margaret Akidor (KEN) 4:14,35 Minuten *
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