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Spannung im Kampf um Halbmarathon-Staatsmeistertitel

Der traditionsreiche Salzburger Stadtlauf stellt ein zartes Lauf-Comeback in der Mozartstadt dar! Um die gegenwärtigen Verordnungen und Verhaltensregeln einzuhalten, legt der Jedermannlauf am 4. Oktober einen ganz anderen Auftritt hin als gewohnt: neue Strecke, neuer Austragungsort, neue Konzepte und Regeln,…

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Der traditionsreiche Salzburger Stadtlauf stellt ein zartes Lauf-Comeback in der Mozartstadt dar! Um die gegenwärtigen Verordnungen und Verhaltensregeln einzuhalten, legt der Jedermannlauf am 4. Oktober einen ganz anderen Auftritt hin als gewohnt: neue Strecke, neuer Austragungsort, neue Konzepte und Regeln, reduzierte Startfelder. Aber ein neu entfachtes Lauffeuer.
 

Ein Signal an den Laufsport

„Es ist uns eminent wichtig, dass der Jedermannlauf 2020 stattfinden kann. Daher haben wir uns im Vorfeld sehr bemüht, die Veranstaltung in ein Sicherheits- und Hygienekonzept zu gießen, damit Laufsport in dieser besonderen Gesundheitssituation auf einem sehr verantwortungsvollen Niveau stattfinden kann“, betont Veranstalter Johannes Langer, der auf eine positive Signalwirkung nicht nur für den Laufsport, sondern für alle Sportevents hofft und sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit den Salzburger Behörden bedankt. „Es war mir ein besonderes Anliegen, nicht nur ein reines Staatsmeisterschaftsrennen durchzuführen, sondern im Rahmen des Jedermannlauf auch Freizeitläuferinnen und -läufern ein Wettkampfangebot zu bieten. Das hohe Interesse, das wir bei den Anmeldungen gespürt haben, zeigt die Sehnsucht nach organisiertem Laufsport.“
 

© Jedermannlauf / Christian Köhler
Neue Strecke, verantwortungsbewusste Verhaltensregeln

Auf dem Weg der Realisierung des Jedermannlauf musste Langer einige Hürden überwinden. Die neuesten Verordnungen der Politik machten eine Reduzierung des Starterfeldes und einen neuen Austragungsort notwendig. Das Start- und Zielgelände befindet sich im weitläufigen Salzburger Volksgarten. Die Strecke führt entlang der beiden Salzachufer – in südlicher Richtung bis zur Hellbrunner Brücke, in nördlicher bis zum Kraftwerk in Lehen. Eine rund fünf Kilometer lange Zusatzrunde komplettiert die nach den Regeln der AIMS und World Athletics vermessene, 21,0975 Kilometer lange Distanz.
Pro Start gehen jeweils maximal 100 Aktive auf die Strecke, in der Startaufstellung wird strikt auf Abstandsempfehlungen und Mund-Nasen-Schutz-Pflicht geachtet. Um 8:30 Uhr startet das Staatsmeisterschaftsrennen der Männer (bis M50), um 8:45 Uhr das Staatsmeisterschaftsrennen der Frauen (inkl. Männer ab M55). Alle restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen das Zeitfenster zwischen 9:00 und 9:15 Uhr für Einzelstarts nützen. Die Kontingente für die Startplätze sind ausgebucht.
 

Spannung im Kampf um die Staatsmeistertitel

Zum dritten Mal seit 2014 trägt der Österreichische Leichtathletik-Verband die Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften der Masters im Halbmarathon im Rahmen des Jedermannlauf aus – ein Qualitätssiegel für die Veranstaltung. Dies garantiert für Sonntag hochwertige Starterfelder und spannende Wettkämpfe. Bei den Männern stecken zwei Läufer, die zur heimischen Marathon-Elite zählen, in der Favoritenrolle. Österreichs Marathon-Rekordhalter Lemawork Ketema (SVS Leichtathletik), EM-Achter in Berlin 2018, hat den Staatsmeistertitel im Halbmarathon bereits zweimal gewonnen (2017 und 2018), Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) sogar schon dreimal (2012, 2014 und 2016). Beide haben sich im Höhentrainingslager in St. Moritz auf den kommenden Wettkampfherbst vorbereitet. Der gebürtige Äthiopier verweilte zum ersten Mal seit zwei Jahren im berühmten Nobelskiort und Trainingszentrum für Ausdauersportler und konnte gute Trainingsleistungen umsetzen, die eine gute Form vor dem Jedermannlauf ankündigen. Das Ziel, seine persönliche Bestleistung von 1:03:55 Stunden zu steigern, verfolgt der 34-Jährige bereits seit längerer Zeit.
Die letzten beiden Staatsmeistertitel im Halbmarathon hat Valentin Pfeil in Salzburg beim Jedermannlauf gewonnen. „Man kommt immer gerne an Orte mit tollen Erinnerungen zurück und der Jedermannlauf gehört für mich definitiv dazu. Nicht nur, dass ich ihn zweimal gewinnen konnte: Ich bin jeweils auch für meine damalige Form sehr gut gelaufen.“ Ob sich das Jedermannlauf-Triple ausgeht, kann der Oberösterreicher nur schwer einschätzen. Nach seiner Fersen-Operation im Frühjahr und einer langen Reha hat er noch Trainingsrückstand, ein systematisch gutes Training in der Höhe der Schweizer Alpen über knapp drei Wochen stimmt ihn optimistisch: „Ich freue mich sehr über meine wöchentlichen Fortschritte und bin jetzt am Punkt angekommen, wo es sinnvoll ist, einen Wettkampf zu laufen. Es ist ein erster, wichtiger Test für mich – eine erste Wettkampfbelastung auch für meinen Fuß. Für mich steht im Vordergrund, ein positives Wettkampferlebnis zu haben.“
Von der heimischen Straßenlauf-Elite nicht am Start sind Titelverteidiger Peter Herzog, der am Sonntag das Eliterennen beim London Marathon bestreitet, der österreichische Jahresschnellste im Halbmarathon, Timon Theuer und Christian Steinhammer. Beide haben im Gegensatz zu Ketema den Jedermannlauf nicht als Vorbereitungsrennen für die Halbmarathon-Weltmeisterschaften zwei Wochen später im polnischen Gdynia vorgesehen.
 

Duell Illes gegen Mayer bei den Frauen

Im Kampf um den Staatsmeistertitel bahnt sich wie bereits vor zwei Wochen bei den Österreichischen Meisterschaften im 10km-Straßenlauf ein Duell zwischen Sandrina Illes (Union St. Pölten) und Julia Mayer (DSG Wien) an. Damals hatte Illes (PB: 1:15:12 Stunden, Graz 2017) die Nase vorne, im Halbmarathon sieht sie sich aber in der Außenseiterrolle. „Ich hoffe auf die Silbermedaille, aber wer weiß, vielleicht läuft es wieder überraschend gut. Ich versuche auf jeden Fall das Beste draus zu machen.“ Die 32-Jährige sieht sich im Nachteil, weil sie nach einer Verletzung an der Fußsohle im Sommer keine spezifische Halbmarathon-Vorbereitung absolvieren konnte. Die Wettkampfergebnisse der Allrounderin in Laufschuhen und auf dem Rad, die im Duathlon internationale Erfolge verzeichnen kann, liefen zuletzt aber gut: Gold über die 10km, Silber bei den nationalen Meisterschaften im Berglauf hinter Abo-Champion Andrea Mayr am vergangenen Wochenende in St. Johann im Pongau.
Mayer (PB: 1:17:43 Stunden, Graz 2018) schiebt die Favoritenrolle nach der Niederlage vor zwei Wochen an die Adressatin zurück. Illes habe die bessere persönliche Bestleistung und sei gut drauf, das habe der Berglauf am Sonntag gezeigt. „Egal welche Distanz auf dem Programm steht, die Duelle mit Sandrina sind immer sehr spannend. Meistens ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen uns“, so die 27-Jährige, die eine persönliche Bestleistung anstrebt. „Aber Priorität hat die Platzierung, schließlich ist es ein Meisterschaftsrennen!“ Illes, die Mayer eine deutliche Verbesserung ihrer bis dato einzigen Halbmarathonleistung zutraut, kommt mit besten Erinnerungen zurück nach Salzburg. Als die ÖLV-Staatsmeisterschaften im Halbmarathon zuletzt im Rahmen des Jedermannlauf durchgeführt wurden, 2016, gewann sie wie ein Jahr später in Graz auch die Goldmedaille. „Das war damals eine Überraschung, glaub ich“, erinnert sie sich an den Wettkampf auf der klassischen Jedermannlauf-Strecke. „Ein gutes Rennen! Ich konnte mich damals auf der dritten Runde von Victoria Schenk absetzen.“
 

Innerhofer Favorit auf Salzburger Landesmeistertitel

Sieben Landesverbände richten ihre Landesmeisterschaften im Halbmarathon im Rahmen des Jedermannlauf aus, darunter auch der Salzburger. Manuel Innerhofer (LC Oberpinzgau), frisch gebackener Staatsmeister im Berglauf, geht als Favorit auf den Landesmeistertitel ins Rennen. „Die Halbmarathon-Form ist sicherlich nicht so gut wie jene im Berglauf. Ich werde aber trotzdem versuchen, meine persönliche Bestleistung von 1:06:58 Stunden zu verbessern, wenn Strecke, Wetter und Konkurrenz passen“, kündigt der Pinzgauer an. 2018 holte er in Graz hinter Ketema und vor seinem dieses Mal aufgrund einer Verletzung verhinderten Zwillingsbruder Hans-Peter die Staatsmeisterschaftssilbermedaille.
Ein Auge auf eine Landesmeisterschaftsmedaille hat auch Alexander Knoblechner (Lauftreff Nussdorf) geworfen, der den Jedermannlauf 2019 gewinnen konnte. „Meine Trainingsleistungen und mein Befinden deuten darauf hin, dass ich meine persönliche Bestleistung von 1:09:47 Stunden verbessern könnte, insbesondere wenn ich eine gute Gruppe erwische. Das ist das Ziel!“, sagt der Flachgauer, der sich im Kampf um den Meistertitel gegen Innerhofer als klarer Außenseiter sieht.
Klare Favoritin auf den Salzburger Landesmeistertitel ist das Salzburger Laufurgestein Sabine Hofer (LAC Salzburg), mit zwei Siegen Rekordsiegerin beim Jedermannlauf seit der Wiedergeburt im Jahr 2012.
 

Salzburger Laufcomeback

Der Jedermannlauf ist eine der ersten Laufveranstaltungen in Österreich, die nach dem Wettkampfstopp durch die Maßnahmen gegen COVID-19 über die Bühne gehen. In akribischer Vorbereitung hat Johannes Langer, der über enorme Erfahrung in der Organisation von Laufveranstaltungen verfügt, den Event mehrmals von Grund auf neu konzipiert, um die verschärften Regeln für Veranstaltungen zu erfüllen. Der Schüssel war ein detailliertes Hygiene- und Sicherheitskonzept für alle am Event Beteiligten. So gilt in ausgewiesenen Zonen Mund-Nasen-Schutz-Pflicht, auch für die Teilnehmenden, eine Registrierungspflicht für Teilnehmer (über die Anmeldung), Begleitpersonen (Online-Registrierung unter sportveranstaltung.at) und Mitarbeiter. „Wenn sich alle an diese Spielregeln halten – und davon bin ich überzeugt, werden wir am Sonntag ein schönes Lauferlebnis genießen“, so Langer. „Die Vorfreude darauf, dass Laufsport in Salzburg wieder stattfindet, ist sehr groß.“
Der Jedermannlauf 2020 findet ohne Publikum statt. Außerdem gibt es keine klassischen Siegerehrungen.
 
 
Jedermannlauf
Österreichischer Leichtathletik-Verband

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