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Streckenrekord beim Jungfrau Marathon für Martina Strähl
Die Schweizer Berglauf-Spezialistin Marina Strähl hat beim Jungfrau Marathon am Sonntag einen neuen Streckenrekord markiert. Aufgeteilt auf eine Laufzeit von 3:19:16 Stunden erlebte die Lokalmatadorin bei ihrem ersten Triumph auf der Kleinen Scheidegg einen perfekten Lauftag. „Ich freue mich unglaublich.…
Strähl, die als erste Schweizerin seit Claudia Landolt vor sieben Jahren beim beliebtesten Bergmarathon triumphieren konnte, legte von Beginn an ein hohes Tempo vor. Selbst in den flachen Passagen nach dem Start in Interlaken holte sich die Berglauf-Spezialistin einen Vorsprung auf die Konkurrenz heraus. Dieser Abstand wurde im Laufe der entscheidenden Kilometer mit dem schwierigen Anstieg in die beeindruckende Bergwelt des Berner Oberlandes immer größer. In einer Zeit von 3:19:16 Stunden drückte sie den vor drei Jahren aufgestellten Streckenrekord der Oberösterreicherin Andrea Mayr (SVS Leichtathletik), die sich fast zeitgleich in Bulgarien den sechsten WM-Titel im Berglauf sicherte (siehe RunAustria-Bericht), um über eine Minute.
Freuen konnte sich auch die Deutsche Michelle Maier, die mit einem Rückstand von elf Minuten auf Rang zwei ins Ziel kam. Damit blieb sie deutlich vor Titelverteidigerin Alice Camboulives aus Frankreich. Die dreifache Siegerin hatte diesmal nicht den Hauch einer Chance auf einen vierten Erfolg und blieb rund elf Minuten über ihrer Laufzeit aus dem Vorjahr.
Schottischer Sieg bei den Herren
Im Rennen der Herren gab es zum ersten Mal in der nun 24-jährigen Geschichte des Jungfrau Marathon einen britischen Sieg. Robbie Simpson erzielte eine Zeit von 3:00:12 Stunden und kam damit gut fünf Minuten vor dem Äthiopier Birhanu Mekonnen ins Ziel. „Es ist wirklich gut gelaufen. Ab Kilometer 15 habe ich Druck aufs Tempo gemacht und die letzten zehn Kilometer haben sich einfach nur super angefühlt. Jetzt bin ich allerdings wirklich müde!“, bilanzierte der begeisterte Bergläufer aus Schottland. Birhanu Mekonnen belegte wie bereits im Vorjahr Rang zwei, war heuer aber rund zwei Minuten langsamer als vor zwölf Monaten.
Lange Zeit sah es so aus, als könnte Lokalmatador Patrick Wieser den dritten Platz belegen. Doch der Schweizer konnte im Finale das Tempo nicht mehr hochhalten und fiel ab Kilometer 38 zurück. So erbte sein Landsmann Stephan Wenk den dritten Platz, auch der US-Amerikaner Eric Blake kam noch an Wieser vorbei.
Über 4.000 Finisher
4.080 Marathonläuferinnen und -läufer aus 62 Nationen bewältigten im heurigen Jahr die besondere Herausforderung Jungfrau Marathon. Die 42,195 Kilometer lange Strecke führt von Interlaken hinauf auf die Kleine Scheidegg. Besonders anspruchsvoll ist der finale Aufstieg auf eine Höhe von 2.061 Metern über dem Meeresspiegel. Als Linderung der furchtbaren Anstrengung blieb den Teilnehmern allerdings der genussvolle Blick auf die herrliche Kulisse der Schweizer Bergwelt.
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