Enter your email address below and subscribe to our newsletter

Streckenrekorde zum Jubiläum in der Wachau

Mkulia Kipkandie und Cynthia Chepkwony haben die Jubiläumsausgabe des WACHAUmarathon mit Streckenrekorden im Halbmarathon für sich entschieden.
Weiterlesen

Share your love

Mkulia Kipkandie und Cynthia Chepkwony aus Kenia haben für die sportlichen Highlights bei der 25. Auflage des WACHAUmarathon gesorgt. Kipkandie gewann den Halbmarathon, die beliebteste und prestigeträchtigste Strecke im Programm der Laufveranstaltung in der Wachau, in einer Zeit von 59:48 Minuten, Chepkwony in 1:08:34 Stunden.

Ein Jahr nach den verheerenden Überflutungen in Niederösterreich und der dritten Absage des WACHAUmarathon binnen wenigen Jahren strahlte am gestrigen Sonntag die Sonne über der Veranstaltung. Rund 7.500 angemeldete Teilnehmer*innen verhalfen dem Internationalen WACHAUmarathon zu einem tollen Comeback, das spitzensportlich mit zwei Streckenrekorden im Halbmarathon gekrönt wurde.

Zweite Siegeszeit unter einer Stunde

Den Halbmarathon der Männer dominierte ein Läufer, der bis gestern noch nie einen Halbmarathon-Wettkampf bestritten hat. Mkulia Kipkandie setzte sich früh mit einer fabelhaften Tempogestaltung vom Rest der Spitzengruppe ab und hielt sein Tempo bis zum Ziel in Krems so hoch, dass die vom Veranstalter anvisierte Siegerzeit unter einer Stunde Realität wurde.

Es kam noch besser: Mit einer Leistung von 59:48 Minuten verbesserte der Kenianer den Streckenrekord seines Landsmanns Peter Kirui aus dem Jahr 2016 um fünf Sekunden und erzielte die zweitschnellste je auf österreichischem Boden erzielte Halbmarathonzeit. Für die offiziellen Rekordbücher von nationalen und internationalen Verbänden sind die Leistungen beim Halbmarathon Wachau aufgrund der Punkt-zu-Punkt-Strecke von Spitz nach Krems allerdings inoffiziell, weil sie nicht mit den dafür definierten Kriterien des Leichtathletik-Weltverbandes (World Athletics) harmonieren.

Bezecny mit Problemen auf Platz sechs

Stark präsentierten sich auch seine Landsleute Moses Cheruiyot (1:00:29) und Shadrack Kipkurui (1:01:16) mit den Positionen zwei und drei, bester Nicht-Kenianer war der Japaner Reishi Yoshida auf Platz fünf. Emil Bezecny (Leichtathletik Akademie Eisenstadt) lief nach 1:08:16 Stunden als bester Österreicher auf Platz sechs ins Ziel. Der 20-Jährige war aufgrund einer Entzündung nicht in Vollbesitz seiner Kräfte und blieb nach 13 Kilometern stehen, ehe er den Wettkampf wieder aufnahm. „Ich habe gemerkt, dass nichts mehr geht und eine neue Bestzeit außer Sichtweite geraten ist“, erklärte der Burgenländer.

Klarer Sieg für Chepkwony

Noch deutlich verbesserte Cynthia Chepkwony den Streckenrekord bei den Frauen – und zwar um 47 Sekunden. Mit einer Zeit von 1:08:34 Stunden setzte sich die Kenianerin deutlich vor Samuel Alemaz aus Äthiopien (1:11:11) und Ruth Gitonga aus Kenia (1:11:38) durch. Die Deutsche Rabea Schöneborn kam nach 1:14:57 Stunden als Fünfte ins Ziel, Johanna Novak war in 1:23:28 Stunden beste heimische Läuferin auf Platz sechs.

Die Marathonsiege gingen an Michal Majoros aus Tschechien in einer Zeit von 2:30:41 Stunden und Katrin Zauner in 3:04:41 Stunden. Rund 7.500 Laufbegeisterte haben sich für die verschiedenen Bewerbe des WACHAUmarathon angemeldet. Buchleitner wünscht sich nun, aufbauend auf das heurige Jahr, ein paar stabile Jahre für die Veranstaltung, um eine Tendenz Richtung 10.000 Teilnehmer*innen einzuleiten.

Ein Jahr nach der Absage

Vor einem Jahr sah die Welt in Niederösterreich noch anders aus. Regenfälle in nie da gewesener Dimension haben Teile des Bundeslandes unter Wasser gesetzt, an eine Ausrichtung des damals geplanten Jubiläums des WACHAUmarathon war nicht zu denken. Kurzfristig musste Michael Buchleitner den Event absagen und war gezwungen, die Folgen inklusive der finanziellen Belastung mit seinem Team zu schultern. Nun ist die kollektive Lauffreude in die Wachau zurückgekehrt. „Besser geht es kaum. Ich freue mich sehr über die Spitzenzeiten und die beiden neuen Streckenrekorde bei absolut perfekten Laufbedingungen“, strahlte Buchleitner, der als Aktiver den Halbmarathon in der Wachau zweimal gewinnen konnte.

Autor: Thomas Kofler
Bild: WACHAUmarathon / Matthias Heschl

Share your love