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Zum zweiten Mal nach dem WM-Titel im Halbmarathon 2020 sitzt Jacob Kiplimo auf dem globalen Thron. Der bei beinharten Bedingungen auf beeindruckend deutliche Art und Weise herausgelaufene Titel bugsierte ihn aus dem Schatten zweier Großer, die zu den ersten Gratulanten gehörten: Titelverteidiger und dieses Mal Bronzemedaillengewinner Joshua Cheptegei und der viertplatzierte Geoffrey Kamworor, der im vergangenen Jahrzehnt jahrelang diese beiden Titel hielt.

Der haushohen Favoritin Letesenbet Gidey ging wenige Augenblicke vor dem Zieldurchlauf die Kraft aus und sie brach zusammen, als Beatrice Chebet sie überholte. Diese dramatischen Sekunden gehen als denkwürdiges Ereignis in die Historie von Crosslauf-Weltmeisterschaften ein und sind nicht das erste Mahnmal, dass ein Crosslauf erst vorbei ist, wenn er vorbei ist.

Die Halbzeitführung nährte die Hoffnungen des Publikums auf den ganz großen Coup, doch schlussendlich waren die beiden ostafrikanischen Läufernationen etwas zu stark für das Quartett des Gastgebers. Kenia gewann nach ihrer Premiere 2017 zum zweiten Mal die Mixed-Staffel vor dem ewigen Rivalen aus Äthiopien und Australien.

Kenianischer Doppelsieg bei den Burschen, äthiopischer Doppelsieg bei den Mädchen. Die Junioren-Entscheidungen bei der Crosslauf-WM 2023 in Bathurst waren wenig überraschend rein afrikanische Angelegenheiten. Die USA jubelt über zwei Medaillen in der Nationenwertung.

Das lange Warten hat ein Ende – am morgigen Samstag gehen zu früher europäischen Stunde am anderen Ende der Welt die Crosslauf-Weltmeisterschaften im australischen Bathurst über die Bühne. Insbesondere der Wettkampf der Männer verspricht einen hochklassigen Kampf um Gold, Silber und Bronze.

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