Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter


Zweiter Laufeinsatz bei den U20-Europameisterschaften in Tampere, zweite Erfolgsmeldung für die heimische Laufszene. Nachdem Pauline Schedler gestern im 1.500m-Lauf den Sprung ins Finale geschafft hat (siehe RunUp.eu-Bericht), zog Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) heute Mittag über die doppelte Distanz nach. Wie Schedler zeigte sich auch die Schmid beim Saisonhöhepunkt in Topform, was die persönliche Bestleistung von 9:31,32 Minuten untermalt.
Sieben Sekunden blieb die 19-Jährige unter ihrer vorherigen Bestleistung – und diese sieben Sekunden waren notwendig, um ihr großes Ziel zu realisieren. Als 15. aus der Summe beider Vorläufe – und damit als Letzte – erreichte die Österreicherin das 15-köpfige Finalfeld für den Wettkampf am Sonntag. Die jeweils fünf schnellsten pro Vorlauf plus die fünf weiteren Athletinnen mit den schnellsten Zeiten stiegen auf. Letztendlich war der Abstand groß, 2,5 Sekunden fehlten der Schwedin Freja Bjerström, Achtschnellste des zweiten Vorlaufs, auf die Zeit der Österreicherin, die den ersten Vorlauf als Achte beendet hat – und dabei ein Loch von sieben Sekunden zur Nächstplatzierten geöffnet hat.
Zwei Jahre, nachdem Schmid bei den U20-Europameisterschaften von Jerusalem ihren Wettkampf noch frühzeitig aufgeben musste, sprach die 19-Jährige von der Erfüllung eines Traums: „Es war so cool! Ich hab mich schon gefreut, dass ich überhaupt dabei sein kann und jetzt habe ich eine Bestzeit!“ Das lange Zittern, ob ihre Leistung für eine Finalteilnahme reichen würde oder nicht, ist schon vergessen. Für Schmid ist dieser Finaleinzug Genugtuung nach einer nicht gelungenen Wettkampfsaison 2024. „Eigentlich hab ich gar nicht damit gerechnet, weil viele jetzt hinter mir liegen, die in der Meldeliste besser platziert waren als ich.“
Schmid war im Ratina Stadion von Tampere im ersten von zwei Vorläufen im Einsatz. Kontrolliert hat diesen die Britin Innes Fitzgerald, die am gestrigen Abend die Goldmedaille im 5.000m-Lauf gewonnen hat und auch in dieser Disziplin am Sonntag die klare Favoritin auf den Titel sein wird. Sie erreichte eine Zeit von 9:19,41 Minuten und bestimmte auch das Renngeschehen, indem sie sich nach einem moderateren ersten Kilometer mit schnellerem Tempo deutlich vom Rest des Feldes absetzte.
Die Österreicherin hielt gut in der achtköpfigen Verfolgergruppe mit und lief anfangs des letzten Drittels hinter der Britin Gilbody auf dem sechsten Platz. Rund 500 Meter vor dem Ziel verlor sie den Kontakt zur Vorderläuferin und in der letzten Runde noch zwei Positionen. Doch das hohe Tempo mit Mittelteil des Rennens hat sich ausgezahlt, Tabea Schmid bestreitet das Finale am Sonntagmittag um 12:05 Uhr österreichischer Zeit.
Autor: Thomas Kofler
Bild: © ÖLV / Coen Schilderman