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U20-WM: Sclabas bucht Finalticket über 800m

Delia Sclabas hat den Sprung ins Finale des 800m-Laufs im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaften in Tampere geschafft. Die 17-Jährige veränderte ihre Taktik im Vergleich zum Vorlauf um 180 Grad und stürmte mit Entschlossenheit zu einem neuen Schweizer Landesrekord der Altersklasse U20.…

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Delia Sclabas hier bei der Junioren-EM 2017. © SIP / René van Zee
Delia Sclabas hat den Sprung ins Finale des 800m-Laufs im Rahmen der Junioren-Weltmeisterschaften in Tampere geschafft. Die 17-Jährige veränderte ihre Taktik im Vergleich zum Vorlauf um 180 Grad und stürmte mit Entschlossenheit zu einem neuen Schweizer Landesrekord der Altersklasse U20. Während sich die europäischen 800m-Läuferinnen über gleich drei zweite Plätze in den Halbfinalläufen freuen konnten, erlebten die hoch eingeschätzten US-Amerikanerinnen ein Debakel.
 

Flucht nach vorne

Im Vorlauf hatte sich Delia Sclabas noch in unnötige Positionskämpfe und Scharmützel des Hinterfeldes begeben, im Halbfinale änderte sie ihre Strategie und ging als Führende vom ersten Meter an jeglichen Problemen aus dem Weg. In einer Zwischenzeit von 59,73 Sekunden führte die Schweizerin das Feld in die zweite Runde. Auf der Gegengerade übernahm die favorisierte Äthiopierin Fireweyni Hailu die Führung, die Kenianerin Jackline Wambui folgte ihr. Doch Sclabas war mit ihrem Latein noch nicht am Ende und holte ausgangs der letzten Kurve zum Gegenschlag gegen die Kenianerin aus. Auf Bahn drei laufend kam Sclabas sogar noch verdächtig nahe an Hailu heran, die eine Zeit von 2:01,96 Minuten verbuchte. Übrigens die schnellste aller Halbfinalläufe. Sclabas, amtierende Junioren-Europameisterin im 3.000m-Lauf, verbesserte ihre persönliche Bestleistung um 1,81 Sekunden auf eine Zeit von 2:02,12 Stunden, womit sie nicht nur einen neuen Schweizer Juniorenrekord markierte, sondern auch das Limit für die Europameisterschaften der Allgemeinen Klasse in Berlin kassierte. Während Wambui mit einem blauen Auge davon kam und über die Zeitregel ins Finale aufstieg (2:03,44), blieb die mit raumgreifenden, aber wenig dynamischen Schritten laufende Titelverteidigerin Samantha Watson als Vierte (2:03,95) hängen. Das Finale findet ohne die 18-Jährige statt, der Startschuss fällt morgen um 19:48 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
 

Collier kraftlos im Finale

Das war nicht der einzige Rückschlag für das US-Team. Im dritten Vorlauf scheiterte die mit der besten Vorleistung von 2:00,85 Minuten angereiste Caitlyn Collier ebenfalls als Vierte in einer Laufzeit von 2:03,95 Minuten. Kurioserweise auf die Hundertstelsekunde die gleiche Zeit wie Landsfrau Watson. Colliers Scheitern war ein krachendes. Sie kontrollierte das Rennen, kam Schulter an Schulter mit der Australierin Carley Thomas an der Spitze auf die Zielgerade. Doch dann war der Tank leer, Collier konnte nicht mehr zulegen. Die überraschend starke Australierin zog ihr Rennen durch und gewann den dritten Halbfinallauf in einer persönlichen Bestleistung von 2:03,19 Minuten. Nicht minder sensationell war der zweite Platz der Slowakin Gabriela Gajanova, ebenfalls persönliche Bestleistung von 2:03,36 Minuten. Die 18-Jährige war einen Hauch schneller als die auf den letzten Metern noch einmal aufkommende Ayaka Kawata, die mit Platz drei ihre Landsfrau Ayano Shiomi vom Schleuderstuhl verdrängte und die Finalqualifikation über die Zeitregel schaffte.
 

McDonalds Superfinish

Shiomi scheiterte in einer Zeit von 2:03,72 Minuten und im zweiten Halbfinallauf insbesondere an einer entfesselt laufenden Katy-Ann McDonald. Mit einer starken letzten Runde und einem beachtlichen Schlussspurt stürmte sie zu Platz zwei in einer Zeit von 2:03,20 Minuten – fast eine Sekunde unter ihrer bisherigen Bestleistung. Dieser Lauf war auf taktischer Ebene der interessanteste. Diribe Welteji, nun die Favoritin auf Gold im morgigen Finale, legte eine unglaubliche erste Runde auf die Bahn: 56,72 Sekunden. Die Kenianerin Lydia Lagat und Shiomi hatten sich entschieden, das Höllentempo mitzugehen. Beide büßten im Finale für diese impulsive Entscheidung. Lagat hatte keine Chance, Shiomi kämpfte, hatte aber gegen McDonald nichts entgegenzusetzen. Die Britin hatte geduldig 375 Meter lang hinten abgewartet und dann ihre fantastische Aufholjagd begonnen. Bei Halbzeit des Rennens lag sie noch drei Sekunden hinter Welteji, gut zwei hinter Shiomi. Für die Deutsche Majtie Kolberg war dieser Lauf sichtlich eine Nummer zu groß, sie startete zu schnell und finishte in 2:10,66 Minuten auf Platz acht des zweiten Laufes.
 
Redaktionelle Mitarbeit: René van Zee
RunAustria-Bericht: Afrikaner dominieren lange Strecken
IAAF Junioren-Weltmeisterschaften 2018 in Tampere

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