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Abseits der Leichtathletik-Weltmeisterschaften sorgt diese Nachricht für einen Paukenschlag im internationalen Laufsport. Nach jahrelangen Ermittlungen hat die US-amerikanische Anti-Doping-Behörde (USADA) in der Nacht von Montag auf Dienstag europäischer Zeit eine vierjährige Sperre gegen Alberto Salazar ausgesprochen. Der gebürtige Kenianer führt…

„Ich bin schockiert von dieser Veröffentlichung. Seit sechseinhalb Jahren erleben meine Athleten und ich unrichtige, unethische und schädliche Behandlung durch die USADA“, ist in einem schriftlichen Statement Salazars zu lesen. „Ich habe immer den WADA-Code eingehalten. Das Nike Oregon Project wird niemals Doping erlauben. Ich fühle mich im Recht, werde gegen dieses Urteil berufen und nicht weiterhin kommentieren.“
Was diese Erkenntnis nur für Salazars Athletinnen und Athleten bedeutet, ist aktuell unklar. Zumal es keine positiven Dopingbefunde einzelner Athleten zu geben scheint. Außerdem steht im Urteil ausdrücklich, dass ein Dopingmissbrauch an seinen betreuten Sportlerinnen und Sportlern nicht nachgewiesen werden konnte. Sifan Hassan, neuer Start im NOP, hat erst am Samstag die WM-Goldmedaille im 10.000m-Lauf gewonnen. Die Holländerin, die im 1.500m-Lauf nach ihrem zweiten WM-Gold greift, wandte sich am Dienstag mit folgendem Statement an die Weltöffentlichkeit: „Ich bin entsetzt. Vor allem deswegen, weil diese Meldung mitten in meiner Vorbereitung auf den zweiten WM-Start nach außen dringt. Ich möchte betonen, dass die Untersuchungen der USADA sich auf jene Zeit beziehen, bevor ich zum Nike Oregon Project kam und es keine direkte Beziehung zu meiner Persön gibt. Ich habe immer mit reinem Gewissen trainiert und es war für mich ok, dass durch die laufenden Ermittlungen verschiedene Institutionen unsere tägliche Arbeit begutachteten.“ Salazar war bis 2017 jahrelang Coach von Mo Farah und mitentscheidend für dessen unzählige Erfolge. 800m-Topfavorit Donavan Brazier trainiert aktuell ebenso in Oregon wie die Deutsche Konstanze Klosterhalfen und etliche weitere, prominente Läuferinnen und Läufer.
Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) bestätigte in einer Kurzmitteilung an die Presse, dass die WM-Akkreditierung Salazars eingezogen wurde.