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Am Montag beginnen in Jerusalem die viertägigen Europameisterschaften der Altersklasse U18. Die lange Reise und das heiße, trockene Wetter mit prognostizierten Temperaturen an allen Tagen jenseits der 30°C.-Marke sind fordernde Rahmenbedingungen für den Nachwuchs. Es ist die erst dritte dieser Art, vier Jahre nach der letzten Jugend-EM im ungarischen Györ. Knapp 1.000 junge Leichtathletinnen und Leichtathleten aus 48 europäischen Nationen haben sich für die 40 Bewerbe im Givat Ram Stadium qualifiziert. Im Teilnehmerfeld befinden sich 16 heimische Talente. Die vier Läuferinnen und Läufer werden in ihren Disziplinen vermutlich einen schweren Stand haben.
Markus Reißelhuber (team2012.at) hat sich mit einer persönlichen Bestleistung von 3:59,01 Minuten für die Titelkämpfe qualifiziert. National ist er die Nummer eins auf den Mittelstrecken in seiner Altersklasse, international bestimmen andere die Pace. Der Holländer Niels Laros führt mit einer Bestzeit von 3:43,49 Minuten die Meldeliste klar vor dem Norweger Andreas Fjeld Halvorsen an, die beiden sind mit einem noch größeren Abstand in den Bestleistungen zueinander auch die Nummer eins und Nummer zwei im 3.000m-Lauf. Reißelhuber liegt in der Meldeliste auf Rang 21 von 27 qualifizierten Athleten. Um ins Finale aufzusteigen, muss der 17-Jährige also etliche Athleten hinter sich lassen, die vor ihm gereiht sind.
Nicht leichter wird diese Unternehmung für seine Disziplinen-Kollegin Marie Glaser (Leichtathletik Akademie Eisenstadt), die in der Reihung nach Bestleistungen Position 25 von 30 einnimmt. Glaser hat eine Bestleistung von 4:38,55 Minuten aufzuweisen, 17 Läuferinnen sind bereits unter 4:30 Minuten gelaufen, darunter die Schweizerin Shirin Kerber und die Deutsche Emie Lotta Berger. Österreichs Duo im 2.000m-Hindernislauf der Burschen, Damjan Eror (Sportunion Waidhofen/Ybbs) und Barnaby Sellers (TS Innsbruck) rangieren mit ihren Bestleistungen am Ende des Feldes, weit hinter dem Spanier Sergio Del Barrio, der laut Vorleistungen der klare Favorit ist. Der Schweizer Aarno Liebl und der Deutsche Jonas Patri gehören zum erweiterten Medaillenkreis.
Die U18-Europameisterschaften, jene vor zwei Jahren in Rieti wurde Pandemie bedingt erst um ein Jahr verschoben und dann endgültig abgesagt, sind eine interessante Bühne für potenzielle Lauf- und Leichtathletik-Stars der Zukunft, das zeigt ein Blick in die Ergebnislisten von 2016 und 2018. Neben den bereits genannten gehören die deutsche Hindernisläuferin Jolanda Kallabis, deren Landsfrau Jana Becker im 800m-Lauf eine Medaillenchance haben könnte, die dänische 3.000m-Favoritin Sofia Thögersen, der tschechische 800m-Läufer Jakub Dudycha sowie die türkische Mittelstreckerin Dilek Kocak zu jenen, die in Jerusalem eine erste Duftnote hinterlassen und zukünftig international aufzeigen könnten. Kallabis zeigte ihre starke Form zuletzt mit einer deutlichen Bestleistung im 1.500m-Lauf.
Noch bevor in Israel der erste Startschuss fällt, hat der Europäische Leichtathletik-Verband (European Athletics) den Austragungsort der nächsten U18-EM in zwei Jahren bekannt gegeben. Banska Bystrica in der Slowakei, wo heuer das European Olympic Youth Festival stattfinden wird, empfängt dann die besten Nachwuchstalente des Kontinenten, 2026 darf Rieti in der Nähe von Rom nach dem Schlamassel rund um die Nicht-Austragung aus finanziellen Gründen im Jahr 2021 noch einmal.