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Zum zweiten Mal nach dem WM-Titel im Halbmarathon 2020 sitzt Jacob Kiplimo auf dem globalen Thron. Der bei beinharten Bedingungen auf beeindruckend deutliche Art und Weise herausgelaufene Titel bugsierte ihn aus dem Schatten zweier Großer, die zu den ersten Gratulanten gehörten: Titelverteidiger und dieses Mal Bronzemedaillengewinner Joshua Cheptegei und der viertplatzierte Geoffrey Kamworor, der im vergangenen Jahrzehnt jahrelang diese beiden Titel hielt.
Von einer Meisterleistung sprechend gibt im Sport oft unbewusst vor, von einem Routinier zu sprechen, der mit allen Wassern gewaschen ist. Doch die Leistung des 22-jährigen Jacob Kiplimo am frühen Samstagabend australischer Zeit in Bathurst verdient diese Bezeichnung auch. Hinunter zur mit Schlamm aufgefüllten Passage, anfangs der letzten Runde, setzte sich der Ugander vom mit Weltklasse bestückten Feld der Top-Athleten ab und konnte nicht wieder eingeholt werden. Nach 29:17 Minuten stand die Goldmedaille Kiplimos fest, sechs Jahre, nachdem er sich im Freudentaumel der Heim-WM in Kampala als 16-Jähriger Junioren-Gold geholt hatte und zwei Jahre später seinem Vorgänger Joshua Cheptegei in Aarhus zu Silber in der Allgemeinen Klasse gefolgt ist. Seine Trainingsstrecken in den ugandischen Bergen seien vergleichbar schwierig, erklärte der Sieger, warum er sich im Rennen so wohlfühlte. Es lässt sich leicht Strahlen, wenn man den – Bedingungen inklusive – wahrscheinlich schwierigsten WM-Titel aller gewonnen hat.
Die Umstände in der australischen Provinz hätten nicht besser harmonieren können für ein besonderes Drama im Laufsport. Den ganzen Tag hatte die Sonne gnadenlos auf die Laufstrecke inmitten des Mount Panorama Circuits in Bathurst, der für den australischen Motorsport fast eine ähnliche Bedeutung hat wie der Alte Nürburgring für den deutschen, gebrannt. 35°C. warm war die Temperatur zu Veranstaltungsstart, die trockene Luft ermöglichte zumindest, dass Schweiß verdampfte und so ging es, auch wenn es knallhart war. Doch die meteorologischen Prophezeiungen hatten eine sich nähernde Gewitterzelle immer konkreter auf der Rechnung. Der Himmel bedeckte sich, es kam Wind auf. Kurzerhand entschied der Veranstalter, den Start des Männerrennens um 20 Minuten nach vorne zu legen – ein Entschluss, der Gold wert war. Denn so schafften es alle ins Ziel, bevor der große Regen kam. Er hatte aber eine Kuriosität zur Folge, denn das Frauenrennen lief zum Zeitpunkt des Startschusses noch und gegen Ende der ersten Runde schluckte das Feld so manche erschöpfte, sich dem Ziel nähernde Exotin.
Die dunklen Streifen der sich häufenden Wolken am Himmel und der nun zum Startschuss der Männer sturmartig hereinblasende Wind zu den hohen Temperaturen schafften eine sichtbare und akustisch spürbare, leicht schaurige Atmosphäre. Die schwierige Strecke ohne einen einzigen Meter, auf dem sich die Läufer mit „einfach nur Laufen“ kurz geistig und körperlich erholen hätten können, tat ihres dazu. Genau richtig für einen Thriller, denn die Qualität des Feldes überstieg alle anderen WM-Entscheidungen an diesem Tag. Die Kommentatoren der World Athletics Übertraung, darunter der ehemaligen australische Marathonläufer Steve Moneghetti, sprachen vom schwierigsten Crosslauf in der 44 Kapitel umfassenden WM-Geschichte.
Action im Weinberg
Das erste Highlight des Rennens lieferte der Australier Jack Rayner, der wohl als erster Läufer des Tages bei der spektakulär engen Passage zwischen den Weinreben hindurch nicht in die erste Reihe lief, sondern in die zweite und etliche Positionen gutmachte. Der Unterschied: Auf der Ideallinie wuchsen Shiraz-Trauben, auf der Rayner-Linie Chardonnay. Dieser kleine Coup für die Galerie war auch deshalb möglich, weil Cheptegei und Kiplimo ihre Adjutanten aus dem ugandischen Team, das wie so oft strategisch entsprechend der Hierarchie agierte, an die Spitze schickten und die sollten erst einmal für eine ruhige Anfangsphase sorgen. Das von Geoffrey Kamworor angeführte kenianische Team lief achtsam dahinter.
Erst gegen Mitte der dritten Runde, wieder im Weinberg, zeigte sich erstmals Joshua Cheptegei an der Spitze. Die erste bedeutende Verschärfung organisierte Kibiwott Kandie aus Kenia eingangs der vierten von fünf Runden. Der ehemalige Weltrekordläufer im Halbmarathon, entthront übrigens von Kiplimo, galt als aussichtsreicher Außenseiter auf eine Medaille. Nun ging es seriös eben genau um diese und die vorletzte Runde hatte den Kreis der Anwärter erheblich verkleinert. Dann nahm die Show von Jacob Kiplimo seinen Lauf und der Äthiopier Berihu Aregawi versuchte mit viel Aufwand den Kontakt irgendwie zu halten. Der Weltrekordhalter im 5km-Straßenlauf war bei seinem Crosslauf-WM-Debüt der mit Abstand stärkste Äthiopier, ganz im Gegensatz zu Selemon Barega, Olympiasieger im 10.000m-Lauf, der nur Zwölfter wurde. Aregawis Silber war sehr viel Wert für Äthiopien, schließlich war man 2019 leer ausgegangen. Zuletzt so gut war Imane Merga vor zehn Jahren, ebenfalls mit Silber. Merga ist auch der letzte äthiopische Crosslauf-Weltmeister (2011).
Weltmeister war Cheptegei vor vier Jahren, in. Bathurst sicherte er sich nach suboptimaler Vorbereitung – laut eigenen Angaben – im Duell mit Geoffrey Kamworor die Bronzemedaille. Ein versöhnliches Ende für den Ugander, der mit seinem jungen Landsmann mitfeiern konnte. Und so kam es, dass die erfolgreichste Nation in der Geschichte von Crosslauf-Weltmeisterschaften erstmals seit 2009 ohne Einzelmedaille bei den Männern blieb. Kurioserweise gelang dank des kompakten und ausgeglichenen Auftritts trotzdem die erste Goldmedaille in der Nationenwertung seit zwölf Jahren, womit Kenia schließlich locker an der Spitze des Medaillenspiegels thronte. Zuletzt hatte es dreimal nur Silber und einmal gar nur Bronze hinter den USA gegeben (2013). Das führte auch dazu, dass der zweifache Crosslauf-Weltmeister Kamworor erstmals im Team eine Goldene holte. Obwohl er als Vierter die schlechteste Crosslauf-WM-Platzierung seiner Karriere erzielte, war diese Leistung irgendwie ein Zeichen dafür, dass mit dem 30-Jährige wieder zu rechnen ist – gut zwei Monate vor seinem Start beim London Marathon. In den letzten Jahren konnte der Kenianer, auch aufgrund eines schweren Unfalls, als er bei einer Laufeinheit von einem Motorradfahrer angefahren wurde, nicht das Niveau früherer Tage erreichen, das ihn als legitimen Nachfolger seines Trainingspartners Eliud Kipchoge vorsah.
Nicht ein Läufer, der nicht eine afrikanische Nation repräsentierte, schaffte es in der Einzelwertung der Männer unter die Top-20. Nicht einer. Der 37-jährige US-Amerikaner Samuel Chelanga erzielte Rang 21 vor dem Spanier Aaron Las Heras, der jubelnd und daher zufrieden die Ziellinie kreuzte, und dem besten Australier, Ky Robertson – ein Versprechen für die Zukunft. Wie bei den Frauen holte sich der Gastgeber Rang vier in der Nationenwertung, knapp vor Südafrika.
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