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Wien ist bekannt als Ort der Spionage und Überwachung. Historisch als östlichst gelegene Großstadt Westeuropas in einem Zeitalter, als sich die USA und das befreundete Westeuropa sowie die Sowjetunion in zwei Blöcken gegenüber standen. Heute als Hauptstadt einer neutralen Nation…

Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ schrieb gestern auf seiner Online-Seite ohne Nennung von Quellen, dass die Dopingmittel lediglich im Hobbysport zum Einsatz kommen sollten und keine Endabnehmer im Spitzensport bekannt wären. Angesichts der finanziellen Potenz der illegalen Geschäfte ist es eine überraschende Behauptung, dass die zahlungskräftigen, potenziellen Kunden kategorisch nicht Teil des Geschäftes sein sollen. Auch die Süddeutsche Zeitung formulierte, dass der Spitzensport von dieser größten Razzia zur Bekämpfung von Doping lediglich am Rand betreffen soll und berief sich dabei auf einen bayrischen Ermittler.
Wie Europol am Montag bekannt gab, wurden vom internationalen Ermittlerteam, welches von Spezialisten aus Italien und Griechenland geleitet wurden, 3,8 Millionen Doping-Präparate und -Medikamente sowie 24 Tonnen Steroide in Pulverform sichergestellt. Außerdem 17 kriminell organisierte Gruppierungen enttarnt und neun Untergrundlabore ausgehoben. Die SZ präzisierte gestern, dass keiner der Verhaftungen deutsche Staatsbürger betraf und keines der Untergrundlabore auf deutschem Boden befunden hätte. Allerdings seinen 463 Strafverfahren, also mehr als die Hälfte, in Deutschland eröffnet worden.