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Wunderdebüt und Thriller auf der Zielgerade

Der Zieleinlauf im Frauen-Rennen des RAK Halbmarathon hätte nicht spannender sein können. Drei Äthiopierinnen lagen nach einem fantastischen Rennen gleich auf, 400 Meter vor dem Ziel lancierten Zeineba Yimer und Senbere Teferi ihre Attacke. Weltmeisterin Netsanet Gudeta versuchte spät zu…

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© RAK Halbmarathon / facebook
Der Zieleinlauf im Frauen-Rennen des RAK Halbmarathon hätte nicht spannender sein können. Drei Äthiopierinnen lagen nach einem fantastischen Rennen gleich auf, 400 Meter vor dem Ziel lancierten Zeineba Yimer und Senbere Teferi ihre Attacke. Weltmeisterin Netsanet Gudeta versuchte spät zu kontern, schnappte sich Yimer noch, konnte den Überraschungssieg Teferis allerdings nicht verhindern. Die Äthiopierin bestritt in Ras Al Khaimah ihren ersten Halbmarathon überhaupt, obwohl sie im vergangenen Jahr einen Marathon von 2:24:11 Stunden absolviert hat (in Dubai). Mit diesem fabelhaften Debüt, dem schnellsten aller Zeiten in dieser Disziplin, rangieren Teferi und Gudeta, die ihre persönliche Bestleistung um 26 Sekunden verbesserte, nun gemeinsam auf Rang zehn der ewigen Bestenliste des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF).
 

Äthiopischer Landesrekord

Bereits früh im Rennen war klar, dass es in diesem Jahr in Ras Al Khaimah zum ersten Mal seit zehn Jahren eine äthiopische Siegerin geben würde. Bei Kilometer 15 waren die drei Äthiopierinnen an der Spitze unter sich. In einem gleichmäßigen Tempo bestritten sie bei idealen Lauftemperaturen mit unüblich kühlen Temperaturen am Start (ca. 4°C) und Windstille ein gelungenes Rennen. Gemeinsam hielt das Trio das Tempo hoch. Favoritin und Weltmeister Netsanet Gudeta verpasste den Sieg schlussendlich lediglich um einen Hauch und musste der Debütantin den Vortritt lassen. Rein statistisch sind nun beide Inhaberinnen des äthiopischen Landesrekord, denn beide blieben eine Sekunde unter der bisherigen Rekordmarke von Ababel Yeshaneh aus dem Vorjahr. Zeineba Yimer, die ihre Bestleistung um 35 Sekunden steigerte, stellte den alten äthiopischen Rekord ein.
 

Wiedereinstieg mit Reserven

Die ehemalige Weltrekordhalterin Peres Jepchirchir feierte exakt zwei Jahren nach ihrem Triumph in Ras Al Khaimah ihren Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen. In ihrem ersten Rennen als Mutter konnte die 25-Jährige nie in den Kampf um den Sieg eingreifen und hatte bereits nach einem Viertel des Rennens einen Rückstand von elf Sekunden. Am Ende belegte die Kenianerin in einer Zeit von 1:07:36 Stunden den sechsten Platz und zeigte aus verständlichen Gründen, dass sie noch nicht in der Form vergangener Zeiten ist. Höhepunkt aus kenianischer Sicht war die Leistung der fünftplatzierten Marathon-Spezialistin Valary Jemeli, die ihre persönliche Bestleistung um eineinhalb Minuten auf 1:06:14 Stunden steigerte. Fünf Läuferinnen unter 1:06:30 Stunden hat es bei einem Halbmarathonlauf der Frauen noch nie gegeben.
Der RunAustria-Bericht des Männer-Rennens: Europarekord im Halbmarathon durch Julien Wanders
 

Ergebnis RAK Halbmarathon der Frauen 2019

1. Senbere Teferi (ETH) 1:05:45 Stunden
2. Netsanet Gudeta (ETH) 1:05:45 Stunden
3. Zeineba Yimer (ETH) 1:05:46 Stunden
4. Degitu Azimeraw (ETH) 1:06:07 Stunden
5. Valary Jemeli (KEN) 1:06:14 Stunden
6. Peres Jepchirchir (KEN) 1:07:36 Stunden
7. Paskalia Kipkoech (KEN) 1:07:38 Stunden
8. Naom Jebet (KEN) 1:08:19 Stunden
9. Gerda Steyn (RSA) 1:12:35 Stunden
10. Anne Mari Hyrylainen (FIN) 1:13:40 Stunden
 
 
RAK Halbmarathon

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