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Nach Jahren, in denen Carina Schrempf (Union St. Pölten) sich immer wieder mit Verletzungen herumplagen musste und zwischenzeitlich mit Erfolg und Freude ihre sportliche Leidenschaft im Radsattel auslebte, ist die Rückkehr in den Laufsport gut gelungen. Erstens ist sie wieder fit und zweitens schnell. Sowohl im 800m- als auch im 1.500m-Lauf führt die 27-Jährige die heimischen Jahresbestenlisten an. Doch die alten Dauerprobleme an der Achillessehne ist sie nicht ganz los, einen Doppelstart will die Steirerin am Wochenende entgegen des ursprünglichen Berichts auf dieser Plattform nicht riskieren und nützt die Gelegenheit, erstmals bei Staatsmeisterschaften nach Gold im 1.500m-Lauf zu greifen. Sozusagen auf neuen Pfaden bei der Rückkehr in den Laufsport. Die Chancen auf einen Sieg stehen nach den jüngsten Leistungen gut, Sandrina Illes (Union St. Pölten) und die Oberösterreicherin Lisa Oberndorfer (LCAV Jodl Packaging) sind laut Meldeliste die Gegnerinnen für Schrempf im Kampf um den Sieg.
Anm. der Red. Text am Abend des 25.2. aktualisiert
Der Verzicht auf den 800m-Lauf, ihrer Spezialdisziplin, den sie outdoor während ihres Studienaufenthalt in den USA schon einmal unter 2:05 Minuten absolviert hat, verhindert ein wahrscheinlich spannendes Duell mit Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt), die nun als klare Favoritin in die kürzere der beiden Mittelstrecken geht. Die junge Burgenländerin ist vor vier Wochen in Erfurt unter 2:10 Stunden gelaufen und liegt damit nur unwesentlich hinter der heimischen Jahresbestleistung, die Schrempf elf Tage später in Linz aufgestellt hat. Nach ihrem starken Auftritt bei den Österreichischen Nachwuchsmeisterschaften vor einer Woche (siehe RunAustria-Bericht) ist Katharina Stöger (Union Salzburg LA) eine heiße Medaillenkandidatin auch bei den Großen.
Dreimal in den letzten fünf Jahren hat Andreas Vojta (team2012.at) den Österreichischen Hallen-Titel im 3.000m-Lauf gewonnen, über die halbe Distanz bestand sogar eine Serie von elf Titeln in Serie, die 2021 geendet hat. Obwohl sich der Niederösterreicher in dieser Saison anders orientiert als in den letzten Jahren und einen Halbmarathon als erstes großes Saisonziel definiert hat, hätte er gerne die Hallen-Staatsmeisterschaften auf dem Weg zu diesem Ziel bestritten. Fragezeichen hinter seinem Start in Linz stehen aufgrund einer COVID-19-Infektion in der direkten Vorbereitung. Nicht sein körperliches Gefühl, sondern der Teststreifen wird entscheiden, ob der 32-Jährige antreten kann oder nicht.
Neben Hans-Peter Innerhofer (LC Oberpinzgau), der die 3.000m in der Halle in den letzten Jahren immer gut gelaufen ist und 2019 den Titel gewann, und 2020-Sieger Mario Bauernfeind (KUS ÖBV Pro Team), ziert der Nachwuchs die Spitze des Starterfeldes, das eine gute Qualität aufweist. Sebastian Frey (DSG Wien) will mit guten Leistungen aus der winterlichen Trainingsphase heraus sein im vergangenen Jahr gezeigtes Niveau festigen. Auch Emil Bezecny (Leichtathletik Akademie Eisenstadt) und Marcel Tobler (ULC Riverside Mödling) könnten in die Medaillenentscheidungen eingreifen. Vorwerte aus dieser Saison gibt es kaum, nur Paul Scheucher (SVS Leichtathletik) hat schon einen guten 3.000m-Lauf in der Halle bestritten – und zwar Ende Jänner in der Tips Arena.
Im 3.000m-Lauf der Frauen könnte es zum Duell zwischen Sandrina Illes (Union St. Pölten), Hallen-Staatsmeisterin 2018 und 2019, und Carina Reicht (OMNi-BiOTiC POWERTEAM) kommen.
Für den 1.500m-Lauf fällt Titelverteidiger Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) aus. Eine COVID-19-Infektion und eine leichte Verletzung machen eine Teilnahme an seinem Heimspiel nicht möglich, wie der 18-Jährige in sozialen Medien bekannt gab. Geht Vojta, der gemeldet ist, an den Start, ist er wohl Favorit. Dahinter formieren sich Marcel Tobler und Paul Stüger (KSV alutechnik) als aussichtsreiche Medaillenkandidaten. Da die 1.500m-Läufe am Sonntag über die Bühne gehen, sind Doppelstarts mit dem 800m- oder dem 3.000m-Lauf gut möglich.
Ein offenes Feld im Kampf um Edelmetall bietet der 800m-Lauf der Männer an. Leon Kohn (SVS Leichtathletik) und Paul Stüger haben die besten Vorwerte, beide haben je einen Hallen-Staatsmeistertitel bereits gewonnen. Die beste Leistung aus diesem Winter bringt Morgan Schusser (LC Villach) vor Samuel Lengauer (TGW Zehnkampf Union) und Niklas Strohmayer-Dangl (Leichtathletik Akademie Eisenstadt) mit. In einem engen Rennen könnten daher auch taktische Feinheiten darüber den Ausschlag geben, wer am Ende vorne liegt. Nicht am Start ist Titelverteidiger Raphael Pallitsch (SVS Leichtathletik).
Gemeinsam mit den Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse finden auch die Österreichischen Meisterschaften der Altersklasse U18 statt. Auf den Laufdistanzen geht Markus Reißelhuber (team2012.at) laut Meldeliste als klarer Favorit sowohl in den 3.000m-Lauf aus auch in den 1.500m-Lauf. Auf der kürzesten Laufstrecke ist Christopher Stroh (KUS ÖBV Pro Team) der Favorit. Marie Glaser (Leichtathletik Akademie Eisenstadt) ist nicht nur auf allen drei Laufdistanzen der Altersklasse U18 gemeldet, sondern auch in einigen der Allgemeinen Klasse. Man wird sehen, für welche Starts sie sich entscheidet. Ihre Vereinskollegin Suri Stöhr gehört zu den Medaillenkandidatinnen über 800m, Salzburger Medaillenchancen gibt es für Anna Maria Thaumiller (Union Salzburg LA) auf den beiden Mittelstrecken sowie für Vereinskollegin Ann-Kathrin Gruber über 3.000m.
Für die Hallen-Staatsmeisterschaften und Österreichischen Meisterschaften gab der ÖLV kurzfristig Änderungen der COVID-19-Regeln bekannt, nachdem diese von der Bundesregierung kommuniziert wurden. Die Registrierungspflicht aller Personen in der Halle sowie die Maskenpflicht (Ausnahme für die Athleten beim Aufwärmen und im Wettkampf) bleiben, der Zugang für die Athletinnen und Athleten ist nach der so genannten „3G-Regel“ möglich. Alle, die einen aktiven Impf- oder Genesungsstatus haben, müssen zusätzlich ein aktuelles, negatives Testergebnis vorlegen. Alle anderen Personen, die die Halle betreten (darunter alle Betreuer, Wettkampfrichter oder Medienmitarbeiter) müssen anerkannt geimpft oder anerkannt genesen sein müssen durchgehend FFP2-Maske tragen. Ein negativer Test ist für sie nicht vorgesehen.